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Blumen vor die Füße: Entsetzen über Thüringen in 10 Tweets

Blumen vor die Füße: Entsetzen über Thüringen in 10 Tweets
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Kaum jemand in Deutschland kennt Thomas L. Kemmerich. Jetzt wird er in die Geschichte eingehen als erster Ministerpräsident, der mit den Stimmen der AfD gewählt wurde. Kemmerich hatte zuvor angekündigt, bei der Wahl antreten zu wollen - doch ernst genommen hatten diese Kandidatur wohl nicht viele. Sogar FDP-KollegInnen in Berlin sehen die Wahl von Thomas Kemmerich sehr kritisch. "Sich von jemandem wie Höcke wählen zu lassen ist inakzpetabel und unerträglich", twittert Marie-Agnes Strack Zimmermann, die Mitglied im FDP-Bundesvorstand ist.

Thüringens AfD-Chef Björn Höcke darf laut Gerichtsurteil als Faschist bezeichnet werden. Und Kemmerich hatte im Wahlkampf mit einem Plakat geworben, auf dem stand: "Endlich eine Glatze, die im Geschichtsunterricht aufgepasst hat". (siehe unten)

Thomas Kemmerich war der Spitzenkandidat der FDP bei der Landtagswahl in Thüringen und hatte die Partei mit einem Ergebnis knapp über der 5-Prozent-Hürde wieder ins Regionalparlament geführt. Der 54-Jährige kommt aus Aachen, ist katholisch und ging nach dem Mauerfall als Unternehmensberater nach Erfurt.

Jetzt ist Thomas L. Kemmerich Ministerpräsident von Thüringen, nachdem es Amtsinhaber Bodo Ramelow - der LINKEN-Poltiker, der eigentlich bei der Bevölkerung sehr beliebt ist - nicht geschafft hat, eine Mehrheit der Landtagsabgeordneten hinter sich zu versammeln.

Ein auf Twitter vielfach geteiltes Video zeigt, wie Kemmerich nach der Wahl die Blumen nicht überreicht, sondern vor die Füße geworfen bekommt.

Selbst in der FDP sehen PolitikerInnen Kemmerichs Wahl sehr kritisch.

Und viele erinnern an einen Spruch von FDP-Parteichef Christian Lindner, der gesagt hate, es sei besser nicht zu regieren als schlecht zu regieren.

Die TV-Journalistin Dunja Hayali teilt ein Bild von Kemmerich mit dem AfD-Politiker Björn Höcke.

Die Grünen-Vorsitzende spricht von einem "Dammbruch".

Viele SPD-Poltiker reagieren.

Die AfD sieht das natürlich ganz anders - und sich selbst als "bürgerliche Mitte". Der AfD-Kandidat hatte im dritten Wahlgang keine einzige Stimme bekommen.

Es fehlt nicht an politischen Analysen.

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