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Von Fassungslosigkeit bis Freude: Reaktionen auf Thüringer AfD-Erfolg

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FDP-Chef Christian Lindner bei Stellungnahme nach der Wahl
FDP-Chef Christian Lindner bei Stellungnahme nach der Wahl   -   Copyright  AP
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"FDP kooperiert nicht mit AfD"

Keine Übereinstimmung in der Sache sondern rein taktisch motiviert. So erklärte FDP-Chef Christian Lindner das Abstimmungsverhalten der AfD bei der Wahl des FPD-Politikers Thomas Kemmerich zum neuen Ministerpräsidenten Thüringens.

Die Liberalen sind nach dem Wahlschock von Erfurt bemüht, die richtige Haltung zu finden.

Lindner sagte weiter: "Die FDP verhandelt und kooperiert mit der AfD nicht. Es gibt keine Basis für eine Zusammenarbeit. Wir unterstützen die Ziele und Werte dieser Partei nicht. Sollten sich Union, SPD und Grüne einer Kooperation fundamental verweigern, dann wären baldige Neuwahlen zu erwarten und notwendig."

SPD, Grüne und Linke haben einer möglichen Kooperation bereits eine Absage erteilt. Bayerns Regierungschef Markus Söder von der CSU sprach derweil von einem inakzeptablen Dammbruch, sich mit den Stimmen der AfD und speziell der Stimme von Björn Höcke wählen zu lassen. Höcke ist Landeschef der AfD in Thüringen und Anführer des völkisch-nationalistischen "Flügels" innerhalb der Partei.

"Das ist nicht tragbar"

Grünen-Chef Robert Habeck sagte: "Wir haben zum ersten Mal in Deutschland eine Situation, wo sich demokratische Parteien mit den Stimmen der AfD Macht und Machtzugang verschafft haben. Das ist nicht tragbar"

Wut und Fassungslosigkeit auch bei SPD und Linken. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil: "Das war von langer Hand geplant, das war vorbereitet, ein abgekartetes Spiel mit dem ganz klare Willen, dass CDU, FDP und AfD ein gemeinsames Bündnis eingehen."

Bernd Riexinger, Parteichef der Linken: "Die CDU und die FDP haben sich als Steigbügelhalter der AfD erwiesen und benutzen lassen."

"Das freut uns"

Freude über das Wahlergebnis hingegen bei der AfD. Parteichef Tino Chrupalla sagte: "Die bürgerlich-konservative Mehrheit in diesem Landtag hat sich durchgesetzt, das freut uns natürlich besonders. Wir wollten Herrn Ramelow in den Ruhestand versetzen, das ist uns gelungen."

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