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Afghanistan: Eine Woche weniger Gewalt

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Afghanistan: Eine Woche weniger Gewalt
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In Afghanistan hat offiziell eine siebentägige Deeskalationsphase zwischen den militant-islamistischen Taliban und den US-Streitkräften begonnen. Wie der afghanische Präsident Aschraf Ghani mitteilte, trat die eingeschränkte Waffenruhe am Samstag um Mitternacht Ortszeit in Kraft.

"Ich bin sehr glücklich und optimistisch, wir alle wollen Frieden", sagt ein Einwohner von Kabul. "Frieden ist sehr wichtig für ein Land, in dem seit mehr als 40 Jahren ununterbrochen Krieg herrscht. Wenn es einen Waffenstillstand gibt, können die Menschen wieder normal leben."

Ein anderer Mann erklärt, dass eine Woche zu wenig sei. Man brauche einen dauerhaften Frieden. Denn die Unsicherheit bdeute, dass Investitionen ausbleiben, außerdem würden die Jugendlichen das Land verlassen.

Weiteres Abkommen in Aussicht

Nach Anhaben des US-amerikanischen Außenministeriums wollen die USA und die Taliban ein weitergehendes Abkommen unterzeichnen, wenn eine Woche lang weniger Kämpfe stattfinden.

Beide Seiten machten allerdings keine konkreten Angaben, wie die Gewaltverringerung aussehen soll.

Die Taliban forderten ihre Kämpfer in einer Erklärung auf, sich in den nächsten sieben Tagen an die Vereinbarung zu halten. Es sei ihnen verboten, in die von der Regierung kontrollierten Gebiete zu gehen, hieß es.

USA: Eingeschränkte Waffenruhe als Test

Man geht davon aus, dass die USA ihre Einsätze und Luftangriffe gegen die Taliban reduzieren oder möglicherweise stoppen. Wie Ghani mitteite, würden die afghanische Polizei und Armee in der Woche nur die Terrormiliz Islamischer Staat, Al-Kaida-Extremisten und andere Terrorgruppen angreifen, aber nicht die Taliban.

Die einwöchige Reduzierung der Gewalt wird von den USA als Test angesehen, der zeigen soll, ob die Taliban ihre Kämpfer tatsächlich kontrollieren können.