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Coronavirus: Viele EU-Länder machen Schulen dicht

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Coronavirus: Viele EU-Länder machen Schulen dicht
Copyright  ROB ENGELAAR/AFP
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Immer mehr Länder verschärfen ihre Coronavirus-Notfallpläne. In Italien steht das öffentliche Leben still. Alle Geschäfte sind zu – mit Ausnahme von Lebensmittelläden, Apotheken und Tankstellen. Auch Restaurants und Bars mussten inzwischen komplett schließen.

Spaziergänger oder Jogger können von der Polizei angehalten werden. Nur noch der Gang zu Supermarkt, Arzt oder Arbeit gilt als Begründung, das Haus zu verlassen.

70.000 Katalanen sollen zu Hause bleiben

Über 1000 Italiener hat der Erreger schon das Leben gekostet. Nach Italien ist Spanien das EU-Land mit den meisten Todesfällen – hier starben mindestens 84 Menschen.

In Katalonien wurden 70.000 Personen in vier Städten isoliert. Ministerpräsident Pedro Sanchez verspricht schnelle finanzielle Hilfe: „Wir werden 2,8 Milliarden Euro an die autonomen Regionen überweisen. Sie werden das Geld in die medizinischen Einrichtungen stecken, die für die Bekämpfung des Coronavirus besonders wichtig sind. So können die Regionen ihre Gesundheitssysteme stärken. Denn sie werden durch die Notlage, die das Virus ausgelöst hat, teils stark belastet.“

Schulschließungen in vielen EU-Ländern

In Deutschland und der Schweiz noch über landesweite Schulschließungen diskutiert wird, bleiben Österreichs Klassenzimmer ab Montag leer. Auch Länder wie Dänemark, Belgien, Irland, Slowenien, Tschechien und Frankreich machen alle Schulen dicht. Die Kommunalwahlen am Sonntag sollen in Frankreich aber stattfinden.

Präsident Emmanuel Macron sagte: „Diese Epidemie betrifft alle Kontinente unserer Welt, alle europäischen Länder. Sie ist die schlimmste Gesundheitskrise, die Frankreich seit einem Jahrhundert erlebt hat. Aber im Moment ist es wichtig – und dazu haben wir uns auch den Rat von Wissenschaftlern eingeholt – dass unser demokratisches Leben weitergeht.“

Merkel: "Auf Sozialkontakte verzichten"

In Deutschland fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel drastische Einschnitte von jedem Einzelnen: Wo immer möglich müsse man Sozialkontakte meiden. Auch kleinere Veranstaltungen sollten abgesagt werden – wenn sie nicht unbedingt notwendig seien.

Die Osterferien in Schulen und Kitas vorzuziehen, sei eine Option, aber bundesweit keine beschlossene Sache. Für Kinder selbst ist das Coronavirus zwar keine große Gefahr.

Als potentielle Träger spielen sie bei seiner Ausbreitung dennoch eine große Rolle. Denn Kinder halten sich natürlicherweise weniger an die neuen Verhaltensregeln – Abstand wahren und regelmäßig gründliche Hände waschen.

"Hände waschen, keine Küsschen zur Begrüßung. Simple Gesten, die Leben retten können", twittert Frankreichs Präsident Macron.