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Wie eine Schnecke den Kaffee retten kann: B. smilaris gegen den Kaffeerost

Ein Kaffeebauer zeigt Pflanzen, die mit Blattrost infiziert sind, einer Pilzkrankheit, die immer häufiger vorkommt.
Ein Kaffeebauer zeigt Pflanzen, die mit Blattrost infiziert sind, einer Pilzkrankheit, die immer häufiger vorkommt. Copyright Stephen Wandera/AP
Copyright Stephen Wandera/AP
Von Anna Maria Priese
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Kaffeerost kann mitunter ganze Ernteausfälle auf Kaffeeplantagen verursachen. Unerwartete Hilfe könnte jetzt von der Schnecke B. similaris kommen.

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Der Kaffeerost ist eine Erkrankung der Kaffee-Pflanze, ausgelöst durch den gleichnamigen Pilzerreger. Er verursacht immer wieder große wirtschaftliche Schäden für die Kaffee-Industrie, da er im Extremfall zu kompletten Ernteausfällen einer Plantage führen kann. Durch den Klimawandel und erhöhte Temperaturen tritt die Erkrankung immer häufiger auf.

Neue Hoffnung für Kaffeebauern

Jetzt haben Wissenschaftler*innen in ihrer Studie „Insights from excrement“ neue Erkenntnisse über die weitverbreitete Schneckenart Bradybaena similaris gewonnen. Sie könnte dem Kaffeerost den Kampf ansagen.

Orangefarbener Kot als erstes Indiz

Erste Indizien, dass die Schnecke den Sporen des Kaffeerosts verzehren könnte, ergaben Feldbeobachtungen auf Plantagen der zentralen Bergregion von Puerto Rico. Die Wissenschaftler*innen fanden vermehrt den Kot der Bradybaena similaris auf der Unterseite der Kaffeeblätter. Durch das Fressen der Kaffeerost-Sporen hatte sich der Kot orange gefärbt.

Man sammelte einige Blätter mitsamt Schnecken ein – nach 24 Stunden waren die Blätter vom Kaffeerost befreit.

Vom Schädling zur Pflanzenschutz

Bislang galt die B. similaris als gewöhnliche, pflanzenfressende Art und als besonders resistent gegenüber Schädlingsbekämpfungen. Doch mit der Definition als Schädling hat man der B. similaris wohl unrecht getan, wie sich jetzt zeigt.

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