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Aprilscherz oder echte Hilfe? Klopapier im Drive-in

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AP   -   Copyright  Michael Probst
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Es ist so etwas wie das heimliche Symbol der Coronakrise in Deutschland: das Klopapier. Auch wenn es rational nicht zu erklären sein mag: die Menschen können von den Rollen derzeit gar nicht genug bekommen. Vielerorts sind die Regale leer.

Nun konnte man im hessischen Dornburg die wertvollen Papiere ganz bequem im Sitzen erstehen. Und zwar in einem Toilettenpapier-Drive-in.

Den hatte der Kiebitz-Markt eingerichtet, der eigentlich Gartengeräte und Tierfutter verkauft. Aber kein Klopapier. Marktmanager Andreas Hofmann:

"Jeder zweite Kunde, der bei uns ins Geschäft gekommen ist, der sucht Toilettenpapier. Nur: Toilettenpapier haben wir bei uns überhaupt nicht im Sortiment. Aber durch gute Connections ist es uns gelungen, zwei LKWs mit Toilettenpapier zu bekommen."

Weil aktuell nur zehn Kunden gleichzeitig in den Markt dürfen, wurde der Verkauf kurzerhand ins Freie verlegt. Das Wetter machte mit.

Dass Klopapier derzeit reißend Absatz macht, das nutzt auch ein Bäcker aus Dortmund. Er hat einen Kuchen mit Marzipanüberzug kreiert, der ganz so aussieht, wie die begehrten Wischlappen.

Am Anfang stellten Tim Kortüm und seine Mitarbeiten 80 Klopapierkuchen am Tag her. Inzwischen sind es zehnmal so viele.

Das Produkt ist dabei nicht nur lustig und lecker, es bringt in der wirtschaftlich schwierigen Zeit auch dringend benötigtes Geld in die Kassen.