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Massen-Quarantäne wegen Coronavirus entlastet die Umwelt

Leere Straßen - weniger Luftverschmutzung
Leere Straßen - weniger Luftverschmutzung   -   Copyright  Euronews
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Verödete Städte, geschlossene Fabriken, leere Fernstraßen - das Coronavirus hat das soziale und wirtschaftliche Leben zum Stillstand gebracht.

Inzwischen zeigen sich indes Nebenerscheinungen, die eigentlich positiv zu werten wären.

Denn der Effekt auf die Umwelt ist mittlerweile unübersehbar - und alle, die in städtischen Ballungsräumen wohnen, spüren eine sauberere Luft und keinen Verkehrslärm.

Auch hier folgt Europa den Ereignissen in China.

So zeigen Satellitenbilder der US-Weltraumbehörde NASA, dass die Luftverschmutzung in China seit Beginn der Zwangsmaßnahmen deutlich zurückgegangen ist.

Die üblichen Stickoxide stammen vor allem aus den Abgasen von Autos, Kraftwerken und Fabriken.

Auch Messungen von Ozon-Konzentration liefern ein ähnliches Bild.

Doch nicht nur in China hat die Schadstoffkonzentration spürbar abgenommen.

Dort, wo die Coronavirus-Pandemie derzeit auf ihren Höhepunkt zusteuert, treten ebenfalls positive Effekte für die Umwelt auf.

Vor allem in Norditalien zeigen Bilder des ESA-Satelliten Sentinel-5P einen Zusammenhang zwischen Umweltverschmutzung und Massen-Quarantäne.

Zwischen Januar und März sind die Schadstoffemissionen deutlich zurückgegangen.

Der Satellit Sentinel-5P wurde im Oktober 2017 gestartet und überwacht die Luftverschmutzung durch verschiedene Stoffe.

Seit März 2019 ist der Satellit voll einsatzfähig.

Dass gerade in städtischen Ballungsräumen eine bessere Luftqualität zu beaobachten ist, ist in der jetzigen Situation ein Segen.

Wie die European Public Health Alliance kürzlich erklärte, sind luftverschmutzte Städte einem höheren Coronavirus-Risiko ausgesetzt.

Denn eine hohe Luftverschmutzung könne hohen Blutdruck, Diabetes und Atemerkrankungen auslösen - Voraussetzungen für eine höhere Sterblichkeitsrate bei Covid-19.

Einer Studie aus dem Jahre 2003 unter Opfern der SARS-Epidemie zufolge hatten Menschen in Regionen mit hoher Luftverschmjutzung ein 84 Prozent höheres Sterberisiko als Menschen in Gebieten mit vergleichsweise sauberer Luft.