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Traurige Höchstmarke: Mehr als eine Million Infektionen weltweit

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Traurige Höchstmarke: Mehr als eine Million Infektionen weltweit
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Drei Monate nach Bekanntwerden der ersten Infektionen in China hat die Coronavirus-Pandemie eine neue traurige Höchstmarke überschritten: Weltweit sind nach Angaben der amerikanischen Johns Hopkins Universität mehr als eine Million Menschen infiziert, mehr als 53 000 sind bereits gestorben.

USA: Noch vor dem Höhepunt der Krise

Die Dunkelziffer dürfte deutlich allerdings höher liegen, weil es nicht genügend Tests gibt, manche Länder erst spät mit dem Testen angefangen haben und andere das wahre Ausmaß der Ausbreitung verheimlichen.

Die meisten Fälle verzeichnen inzwischen die USA mit mehr als 245.000 Infektionen. Dort starben am Donnerstag innerhalb eines Tages mehr als 1000 Menschen. Der Höhepunkt der Kurve, warnen Experten, sei noch lange nicht erreicht.

Spanien: Leichter Hoffnungsschimmer

In Spanien, das bereits mehr als 10.000 Todesfälle zu beklagen hat, gibt es nach Ansicht der Regierung dennoch einen leichten Hoffnungsschimmer: Der tägliche Anstieg der Infektionen hat sich verlangsamt. Die Situation auf den Intensivstationen bleibt kritisch, dafür steigt die Zahl der geheilten Patienten.

Um dem Ansturm gerecht zu werden wurde auf der Madrider Messe in Rekordzeit ein Notkrankenhaus errichtet. Jonan Basterra, einer der vielen Patienten, die dort behandelt werden, äußert sich zufrieden. Es sei wie in einem normalen Krankenhaus, mit erstaunlicher Qualität, überhaupt nicht wie in einem Feldlazarett.

Mitten in de Krise gibt es auch Lichtblicke: Die Genesung eines 93-jährigen Patienten in Katalonien wurde vom Krankenhauspersonal wie ein Wunder gefeiert.

Italien: Bangen um die Wirtschaft

Auch in Italien scheint sich die Kurve abzuflachen, mit einem anhaltenden Rückgang der täglichen Neuinfektionen. Allerdings kommen nun Sorgen auf, dass die strikte Abschottung der vergangenen Wochen der ohnehin angeschlagenen italienischen Wirtschaft den Garaus macht.

Frankreich: Mehr als 880 Tote in Altersheimen

Frankreich verzeichnete am Donnerstag den höchsten Anstieg der Todesfälle, weil die Regierung erstmals die Zahl der Toten in Alten- und Pflegeheimen mit einbezog: mehr als 880 Menschen. Hinzu kommen die mehr als 4500 Menschen, die bislang in Krankenhäusern gestorben sind.

Premierminister Edouard Philippe ließ am Donnerstagabend im französischen Fernsehen anklingen, dass von einer Verlängerung der Ausgangssperre über den 15. April hinaus auszugehen sei. Was bedeutet, dass die Krise noch lange nicht vorbei ist.