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Zuerst La Gomera: Kanaren planen Lockerung der Ausgangssperre

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Zuerst La Gomera: Kanaren planen Lockerung der Ausgangssperre
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Geht es nach dem Willen der Regionalregierung, soll auf den Kanarischen Inseln die seit drei Monaten für ganz Spanien geltende strikte Ausgangssperre als erstes gelockert werden.

Ganz oben auf der Liste steht La Gomera, genau der Ort, an dem der allerste Coronavirusfall Spaniens registriert wurde, ein deutscher Tourist. La Gomera hat seit dem 29. März keine neuen Infektionen mehr gemeldet, den örtlichen Behörden zufolge gibt es nur noch einen aktiven Fall.

Insgesamt wurden auf den Kanaren mit ihren rund zwei Millionen Einwohnern etwa 2000 Corona-Fälle bestätigt, mehr als 1300 davon auf Teneriffa. Auf der kleinsten Insel La Graciosa mit 700 Einwohnern gebe es bislang keine einzige Infektion.

Niedrigste Infektionsrate in ganz Spanien

Die Kanarischen Inseln weisen damit die niedrigste Infektionsrate in ganz Spanien auf. Ihnen sei die abgeschottete geografische Lage vor der Nordwestküste Afrikas und die Schließung der Grenzen samt strikter Beschränkungen im Flugverkehr zugute gekommen, so Regionalpräsident Ángel Víctor Torres. Es habe deshalb keinen Sinn, noch länger zu warten, bis die Wirtschaft langsam wieder hochgefahren werde.

Er will der Zentralregierung in Madrid in dieser Woche noch einen Plan zur Lockerung der Ausgangssperre vorlegen.

Nichtsdestotrotz rechnet Torres mit einem massiven Einbruch des Tourismus: 2019 waren noch mehr als 15 Millionen Gäste aus dem In- und Ausland auf die Kanaren gereist.

2020 würden es "mit Glück" drei Millionen werden. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte am Wochenende angekündigt, den seit Mitte März geltenden Alarmzustand ein weiteres Mal bis einschließlich 9. Mai zu verlängern.