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Zwischen Lockdown und Lockerungen: Die Corona-Lage in Europa

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Zwischen Lockdown und Lockerungen: Die Corona-Lage in Europa
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Leichter Hoffnungsschimmer in der Corona-Krise. In Spanien ist die Zahl der Todesfälle erstmals auf unter 400 Fälle in 24 Stunden gesunken.

In Italien hingegen gab es zuletzt wieder mehr Tote, allerdings ging die Zahl der Infizierten erstmals zurück.

Frankreich ist das vierte Land mit mehr als 20.000 Corona-Toten. Gleichzeitig ist die Zahl der Intensivpatienten offiziellen Angaben nach den zwölften Tag in Folge gesunken.

Trotz einzelner positiver Anzeichen: die Lage bleibt äußerst angespannt, auch wenn die Rufe nach Lockerungen der Lockdowns lauter werden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnte davor, jetzt nachzulassen.

WHO-Generalsekretär Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte: "Um die Epidemie zu beenden, braucht es anhaltende Anstrengungen jedes Einzelnen, von Gemeinschaften und Regierungen. Nur so kann dieses tödliche Virus unter Kontrolle gebracht werden."

Einzelne Länder, darunter Deutschland, wagen bereits vorsichtig aus dem Lockdown. So dürfen seit Montag etwa kleinere Geschäfte in Deutschland wieder öffnen. Viele Menschen haben dies genutzt.

In Norwegen öffnen Kindergärten nach einem Monat wieder, in Dänemark sind Friseursalon wieder bereit, Kunden zu empfangen.

Insgesamt ist das Bild in Europa unterschiedlich. Während die einen in den kommenden Wochen kleine Lockerungen vornehmen, behalten andere, etwa Großbritannien, ihre strikten Maßnahmen gegen die Epidemie bis auf weiteres ohne Einschränkungen bei.

Ein paar Beispiele aus verschiedenen Ländern

SCHWEIZ: Bestimmte Berufsgruppen, etwa Friseure oder Physiotherapeuten, dürfen ab dem 27. April wieder arbeiten. Schulen bleiben noch bis zum 11. Mai geschlossen, Gaststätten bis zum mindestens 8. Juni.

ÖSTERREICH: Hier wurde der Lockdown schon am 14. April gelockert, zahlreiche kleinere Geschäfte konnten wieder öffnen. Ab dem 1. Mai sollen auch große Einkaufszentren oder Friseure wieder Kunden empfangen dürfen.

FRANKREICH: Hier gelten die Ausgangsbeschränkungen noch bis zum 11. Mai. Danach sollen Geschäfte und auch Schulen wieder öffnen können. Restaurants, Hotels, Bars und Kinos bleiben aber vorerst dicht. Auch Einreisen von außerhalb des Schengenraums sind nicht möglich.

NIEDERLANDE: Gaststätten, Restaurants, Sporteinrichtungen und Kinderbetreuungszentren bleiben bis zum 28. April geschlossen.

DÄNEMARK: Hier dürfen ab dem 20. April Kleinunternehmen wie Friseure oder Kosmetiksalons wieder öffnen. Auch Schulen und Kindergärten öffnen wieder schrittweise.

NORWEGEN: Die Einschränkugen sollen stufenweise gelockert werden. Am 20. April werden Kindergärten geöffnet. Danach Grundschulen. Außerdem sollen noch im April Friseure und Kosmetiksalons wieder arbeiten dürfen.

SCHWEDEN: Das Land hat nur ein Minimum an Beschränkungen eingerichtet. Seniorenheime sind für Besucher gesperrt, Versammlungen ab 50 Personen sind verboten und Unis unterrichten online. Die meisten Schulen sind offen, der Service in Gastbetrieben ist eingeschränkt, er läuft aber weiter.

FINNLAND: Die Beschränkungen bleiben bis zum 13. Mai bestehen.

GROSSBRITANNIEN: Die geltenden Ausgangsbeschränkungen bleiben bis auf weiteres bestehen.

ITALIEN: Der landesweite Lockdown gilt noch bis zum 3. Mai. Über mögliche Lockerungen wird diskutiert.

SPANIEN: Vereinzelt gibt es hier bereits Lockerungen. So konnten Bauarbeiten schon am 13. April wieder aufgenommen werden. Geschäfte und Gaststätten bleiben noch bis zum 26. April geschlossen. Eine Verlängerung ist möglich.

PORTUGAL: Die Einschränkungen gelten noch bis zum 2. Mai. Danach sollen Betriebe schrittweise wieder öffnen, sofern sich die Ausbreitung der Krankheit verlangsamt.

GRIECHENLAND: Die Beschränkungen sollen nach dem Osterfest schrittweise aufgehoben werden. Der Fahrplan ist noch nicht klar.

RUSSLAND: Bis Ende April gibt es keine Büroarbeiten. Einschränkungen sind je nach Region unterschiedlich. Alles in allem sind die Menschen dazu aufgerufen, zu Hause zu bleiben.

TÜRKEI: Die Regierung will kommende Wochenende erneut eine Ausgangssperre verhängen. Eine solche galt bereits am vergangenen Wochenende in 31 der insgesamt 81 Provinzen.