Eilmeldung
This content is not available in your region

Großbritannien: Sterbefälle schnellen nach oben

euronews_icons_loading
Außenminister Dominic Raab
Außenminister Dominic Raab   -   Copyright  Pippa Fowles/AP
Schriftgrösse Aa Aa

In Großbritannien ist die offizielle Zahl der Corona-Toten deutlich größer geworden. Mehr als 26.000 Menschen sind bisher an der Lungenkrankheit gestorben. Enthalten waren darin erstmals auch Todesfälle in Pflegeheimen und Privathaushalten.

Die täglich neu registrierten Sterbefälle sind weiterhin hoch - innerhalb eines Tages sind 765 Menschen an Covid-19 gestorben.

Aussenminister Dominic Raab sagte, von Lockerungen weit entfernt zu sein:

Wir befürchten, dass es zu einer zweiten Welle kommt - das müssen wir unbedingt verhindern. Das ist nicht nur ein Gedankenspiel oder etwas, das nur in Großbritannien passiert. Nachdem es vergangene Woche in Deutschland erste Lockerungen gab, ist die Infektionsrate sofort wieder gestiegen. Bundeskanzlerin Merkel hat deutlich gemacht, dass es eine zweite Ausgangsbeschränkung in Deutschland geben kann, falls die Infektionsrate weiter ansteigt.
Dominic Raab
Außenminister Großbritannien

In Italien geht die Zahl der Infektionen und Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 weiter zurück, auch nach dem es vor fünf Tagen erste Lockerungen gegeben hat. 323 Menschen sind innerhalb eines Tages gestorben - es ist die bisher niedrigste Zahl in dieser Woche.

Italiens Sonderkommissar für die Coronavirus-Pandemie Domenico Arcuri sagte, dass man auf eine zweite Welle vorbereitet sei:

Wir haben Beatmungsgeräte vorrätig - die dann verteilt werden können. Wir sind so ausgerüstet, dass wir sogar noch Schlimmeres verkraften könnten, als bisher. Einer Apokalypse kann niemand standhalten - doch wir glauben, dass es nicht so weit kommen wird.
Domenico Arcuri
Coronavirus-Sonderkommissar

Frankreich will ab dem 11. Mai erste Lockerungen in Angriff nehmen. Dann müssen die Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln einen Mundschutz tragen.

In der nordfranzösischen Stadt Dunkerque bereitet man die rund 90.000 Einwohner bereits auf diese Zeit vor: Städtische Bedienstete gehen von Haus zu Haus und verteilen Stoffmasken an die Bewohner.