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Kanada erlässt Waffenverbot: „Man braucht kein Sturmgewehr, um einen Hirsch zu erlegen“

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Kanada erlässt Waffenverbot: „Man braucht kein Sturmgewehr, um einen Hirsch zu erlegen“
Copyright  JONATHAN HAYWARD/AP
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Die kanadische Regierung hat eine Verschärfung des Waffengesetzes beschlossen. 1500 Waffenmodelle sind künftig verboten. Diese seien einzig dazu gefertigt worden, um damit möglichst viele Menschen zu töten, für so etwas gebe es in dem Land keinen Platz, sagte der kanadische Premierminister Justin Trudeau.

Regelung für Erstattung

"Man braucht kein Sturmgewehr, um einen Hirsch zu erlegen. Mit sofortiger Wirkung ist es in diesem Land nicht mehr gestattet, militärische Angriffswaffen zu kaufen, zu verkaufen, mit sich zu führen, zu importieren oder zu benutzen. Um gesetzestreue Waffenbesitzer bis zum Zeitpunkt, an dem sie das neue Gesetz befolgen können, vor der Haftung zu bewahren, wird es eine zweijährige Zeit der Straffreiheit geben. Wir werden eine gerechte Erstattung einführen", so Trudeau.

Die Regierung will eine Regelung finden, um die rechtmäßig erworbenen Waffen, die künftig auf der Verbotsliste stehen, aus dem Verkehr zu ziehen.

Am 19. April hatte ein Mann in der Provinz Neuschottland 18 Menschen erschossen. Auch der Waffentyp, den der Attentäter benutzte, ist nun verboten.