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Russland: Hunderte Corona-Fälle in sibirischer Goldmine

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Russland: Hunderte Corona-Fälle in sibirischer Goldmine
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Ausbruch könnte Goldexporte gefährden

In einer russischen Goldmine sind seit Anfang Mai mehr als 860 Arbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das berichten verschiedene Medien.

Insgesamt sind in der Anlage Olimpiada im sibirischen Ort Jeruda gut 6000 Menschen beschäftigt, die Arbeiten laufen bisher trotz des Coronaausbruchs weiter, heißt es.

Inzwischen hat das russische Verteidigungsministerium das Militär nach Jeruda geschickt, um im Kampf gegen das Virus zu helfen. 60 Armeeangehörige seien mit Spezialausrüstung zur Goldmine gebracht worden, so das Ministerium.

Sie sollen unter anderem helfen, die Anlage zu desinfizieren. Außerdem wurde ein Feldlazarett mit 100 Betten errichtet, um die Erkrankten zu behandeln.

Der Corona-Ausbruch könnte Beobachtern zufolge die Gold- und Erzexporte gefährden. Olimpiada ist eine der größten Goldminen weltweit. Sie befindet sich rund 500 Kilometer nördlich von Krasnojarsk.

Neue Fälle in Dagestan

Unterdessen sind die Corona-Zahlen in der russischen Kaukasus-Republik Dagestan sprunhgaft angestiegen. Besonders in abgelegenen Bergdörfern hätten sich viele Menschen infiziert, hieß es. Die Krankenhäuser seien überlaufen.

Russland gehört zu den Ländern mit den meisten Coronafällen weltweit. Aktuell liegt die Zahl der Infizierten bei etwas mehr als 300.000. Offiziellen Angaben zufolge sind bislang 3000 Menschen in Russland an der Krankheit Covid-19 gestorben.