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Barcelona: Kopfschütteln über "Gesundheitsregionen" innerhalb der Stadt

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Barcelona: Kopfschütteln über "Gesundheitsregionen" innerhalb der Stadt
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Die Menschen in Barcelona genießen seit dem Wochenbeginn den Übergang von Phase null zur Phase eins des Exitplans, obwohl sie in der Stadt eingeschlossen sind.

Euronews-Korrespondentin Cristina Giner kommentierte in der katalanischen Metropole: "Barcelona ist zur Phase 1 übergegangen, aber die Einwohner dürfen die Stadt nicht verlassen oder in die nächste Stadt gehen. Viele Menschen fordern, dass der Exitplan nach Provinzen und nicht wie im übrigen Spanien nach Sanitärzonen durchgeführt wird."

Die von der Regionalregierung vorgenommene territoriale Aufteilung Kataloniens in "Gesundheitsregionen" hindert die Bürger Barcelonas und seines Großraums daran, sich innerhalb ihrer Provinz frei zu bewegen.

Es gibt drei verschiedene Gesundheitsgebiete, die nur aus Gründen der Arbeit, der Gesundheit oder höherer Gewalt betreten oder verlassen werden können.

"Es ist schrecklich in Barcelona"

Viele Menschen in Barcelona finden die Maßnahme absurd. Es gibt sogar Straßen, die zu zwei verschiedenen Gebieten gehören. Befürchtet wird auch, dass dies ein weiterer Schlag für die lokale Wirtschaft sein könnte.

Ein Mann sagte: "Es ist schrecklich in Barcelona. Es ist die einzige Stadt in Spanien in dieser Situation. Die Gemeinden kleben zusammen, so dass Barcelona und der Großraum eine einzige Gesundheitsregion sein sollten."

Auch eine ältere Frau zeigte sich skeptisch: "Sie könnten sich infizieren, wenn Sie hinausgehen oder wenn Sie nicht aus Ihrem Bezirk hinausgehen. Ich weiß nicht, aber ich glaube, es ist ein bisschen zu viel des Guten, ehrlich gesagt."

Eine jüngere Frau meinte: "Wir können in Restaurants gehen, in die Bar, aber wir können nicht zum Sport gehen. Es scheint mir eigentlich ein bisschen planlos zu sein. Ich verstehe das alles nicht, weil ich den Unterschied nicht sehe. Ich glaube, es ist gefährlicher, in eine Bar zu gehen, als vielleicht außerhalb Barcelonas zu sein."

Ein Einwohner von Badalona im Norden oder l'Hospitalet im Süden darf sich zum Beispiel nicht mit seiner Familie oder Freunden in Barcelona treffen, obwohl sie kaum 10 Kilometer voneinander trennen.

Aufgrund der Beschwerden von dreißig Bürgermeistern erwägt die katalanische Regierung, den Ballungsraum und Barcelona zu einem gemeinsamen Mobilitätsraum zu vereinigen. Sie wird nächste Woche eine Entscheidung treffen.