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Handelshemmnisse aufgehoben - neues Tauwetter zwischen Kosovo und Serbien?

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Handelshemmnisse aufgehoben - neues Tauwetter zwischen Kosovo und Serbien?
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Die kürzlich mit hauchdünner Parlamentsmehrheit gewählte kosovarischeRegierung unter Ministerpräsident Avdullah Hoti (mitte-rechts)hat einige Handelshemmnisse aufgehoben, die Serbien und Bosnien seit 2018 auferlegt worden waren. Die EU und die USA hatten Druck gemacht. Die internationale Gemeinschaft will, dass bald ein Dialog zwischen Pristina und Belgrad in Gang kommt.​

Avdullah Hoti, Ministerpräsident des Kosovo:​

"Wir haben heute eine wichtige Entscheidung getroffen, um Hindernisse für den Dialogprozess zu beseitigen - im Einklang mit den Zusagen, die wir unseren internationalen Partnern gegeben haben. Jetzt warten wir darauf, dasselbe von serbischer Seite zu sehen, um alle Hindernisse zu beseitigen und dem Dialogprozess Leben einzuhauchen."​

Die (linke) Regierung von Hotis Vorgänger Albin Kurti hatte etwa noch kürzlich angeordnet, dass auf Importwaren aus dem Nachbarland Serbien ausdrücklich die Republik Kosovo als Bestimmungsort zu benennen sei. Der Hintergrund: Das Kosovo gehörte nach dem Zerfall Jugoslawiens zeitweise zu Serbien und wird von Belgrad nicht als Staat anerkannt.​

KNACKPUNKT UNABHÄNGIGKEIT

Aleksandar Vučić, serbischer Präsident:​

"Es ist eine sehr gute Entscheidung, all diese Maßnahmen und Handelsbeschränkungen zwischen Belgrad und Pristina aufgehoben werden. Ich glaube an die Stärke der serbischen Wirtschaft und Unternehmen. Ich glaube auch, dass gute Geschäftsbeziehungen zwischen Albanern (Kosovo) und Serben möglich sind, von denen beide profitieren können."​

Serbien erkennt die Unabhängigkeit des Kosovo seit dem Krieg von 1999 nicht an. Die EU fördert Friedensgespräche zwischen den beiden Ländern.​

Serbien ist EU-Beitrittskandidat, das Kosovo hat das Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA) mit der EU unterzeichnet – das gilt als Vorstufe einer Kandidatur.​

​su mit AP