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EU-Kommission gibt grünes Licht für Lufthansa-Rettungspaket

Heck eines A321 der Lufthansa in Frankfurt.
Heck eines A321 der Lufthansa in Frankfurt.   -   Copyright  Michael Probst/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Rettung okay, aber...

Die Wettbewerbshüter der EU-Kommission haben das Lufthansa-Rettungspaket der Bundesregierung genehmigt.

Die Freigabe unterliegt allerdings der Bedingung, dass die größte deutsche Fluggesellschaft Verpflichtungen zur Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen einhält, wie die Brüsseler Behörde am Donnerstag mitteilte.

Die Aktionäre des Unternehmens stimmen heute bei der außerordentlichen Hauptversammlung über das 9-Milliarde-Euro-Rettungspaket ab.

Und damit auch darüber, ob sie den Staat für rund 300 Millionen Euro als Anteilseigner einsteigen lassen wollen oder nicht. Falls der Staatseinstieg ins Grundkapital platzt, ist auch das übrige Rettungspaket aus stiller Beteiligung und KfW-Kredit erst einmal hinfällig.

Thiele will zustimmen

Unmittelbar vor der Hauptversammlung signalisierte der Großaktionär Heinz Hermann Thiele Zustimmung zu dem milliardenschweren Rettungspaket für die Fluggesellschaft. Damit stünde dem damit verbundenen Einstieg des Staates bei der Lufthansa nichts mehr im Wege.

Thiele könnte als größter Aktionär mit einem Anteil von 15,5 Prozent den Staatseinstieg alleine verhindern. Grund ist die bereits feststehende geringe Beteiligung von weniger als 38 Prozent der Stimmrechte, die Thiele an diesem Schicksalstag der Lufthansa eine Sperrminorität verschafft.

Der 79 Jahre alte Selfmade-Milliardär hatte im Vorfeld die Bedingungen des Rettungspakets scharf kritisiert.