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Spanien: Neue Grundsicherung für bedürftige Menschen kann beantragt werden

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Spanien: Neue Grundsicherung für bedürftige Menschen kann beantragt werden
Copyright  Solicitante del Ingreso Mínimo Vital
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Grundsicherung an bestimmte Voraussetzungen gebunden

In Spanien können bedürftige Menschen ab heute eine neue Grundsicherung beantragen. Die Regierung hatte sie vergangenes Jahr beschlossen.

Die Spanne des sogenannten "ingreso mínimo vital" reicht von rund 450 bis etwa 1000 Euro im Monat

Gebunden ist die Auszahlung an mehrere Voraussetzungen wie Alter und Einkommen. Ein bedingungsloses Grundeinkommen sei die neue Sicherung nicht, so die Regierung.

Monica Yandun lebt gemeinsam mit ihrer Tochter, die eine leichte Gehbehinderung hat. Derzeit haben die beiden am Monatsende fast nichts mehr übrig. Arbeiten kann sie nicht, da sie sich um ihre Tochter kümmern muss.

"Ich muss ständig zum Arzt. Wir brauchen ein zusätzliches Einkommen. Denn alleine schaffe ich es nicht."

Caritas hilft beim Stellen des Antrags

Viele Bedürftige wie Monica nutzen die Angebote von Hilfseinrichtungen wie der Caritas. Hier können sie nun auch die neue Grundsicherung beantragen.

Rocío Jiménez Daza arbeitet als Sozialarbeiterin bei der Caritas. "Viele der Antragssteller haben seit Jahren nicht gearbeitet. Und für das Arbeitsamt sind das eben Menschen ohne E-Mail, ohne Computer zu Hause, ohne Daten. Deshalb erledigen wir das oft für sie von hier aus."

Claudia und Santos haben ihre Ersparnisse, die sie aus Venezuela mitgebracht haben, aufgebraucht. Santos ist Spanier, Claudia hat eine Aufenthaltserlaubnis. Sie leben im Haus eines Verwandten. Sie sagen, in ihrem Alter sei es schwierig, noch einen Job zu finden. Nun könnten das Paar und seine Tochter die neue Grundsicherung bekommen, rund 700 Euro im Monat.

"Diese 700 Euro wäre für Essen, außerdem könnten wir uns Kleidung, die an das jeweilige Wetter angepasst ist, kaufen, und Schulsachen für unsere Tochter."

Ziel der neuen Grundsicherung ist es, die Armut im Land zu mildern, die durch die Pandemie noch verschlimmert wurde. Laut der Regierung kommt die Maßnahme insgesamt 850.000 Haushalten mit mehr als 2 Millionen Menschen zugute.