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Wieder mehr Infektionen in der Schweiz: 69 neue Fälle - Was kommt jetzt?

Wieder mehr Infektionen in der Schweiz: 69 neue Fälle - Was kommt jetzt?
Copyright  Salvatore Di Nolfi/AP
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Eigentlich bereiten gerade viele Schweizerinnen und Schweizer ihre Ferien vor. Es gibt mehr und mehr Flüge und viele Regionen erwarten wieder Touristinnen und Touristen. Sogar Nachtclubs sind wieder geöffnet. Doch der Direktor des Bundesamts für Gesundheit (BAG) warnt an diesem Samstag wegen der steigenden Zahl von Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Pascal Strupler hatte Ende Mai Daniel Koch als "Mr Corona" abgelöst. Jetzt schreibt der BAG-Chef auf Twitter eine Warnmeldung mit Ausrufezeichen: "Die Anzahl Neuinfizierter steigt in den letzten Tagen wieder an. Beunruhigend! Hygiene und Distanz trotz Lockerung der Maßnahmen sind dringend. Alles andere ist ein Freipass für das Virus!"

An diesem Samstag, den 27. Juni 2020, registriert das Bundesamt für Gesundheit (BAG) 69 Neuansteckungen. Am Freitag waren es 58, am Donnerstag waren 52 Infektionen gemeldet worden, am Mittwoch 44, am Dienstag 22 und am Montag 18. Auch die Reproduktionszahl liegt in der Schweiz seit Ende Mai wieder über 1, was bedeutet, dass jeder Infizierte mehr als eine weitere Person ansteckt.

Insgesamt haben sich in der Schweiz - Stand 27.06.2020 - mehr als 31.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert und 1.683 sind laut BAG in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

Müssen Nachtclubs in Zürich wieder dicht machen?

Die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP) zieht in Erwägung, dass die seit diesem Wochenende wieder komplett geöffneten Nachtclubs wieder geschlossen werden könnten. Das berichtet Watson. Die Behörden der Metropole melden, dass sich in den vergangenen Tagen vor allem jüngere Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert haben. Und Clubs gelten als mögliche Infektionsherde..

Natalie Rickli hatte sich allerdings auch gegen eine Maskenpflicht in Zürich ausgesprochen.

Verwirrung um SMS zur SwissCovid-App

An diesem Wochenende stiftet zudem eine SMS Verwirrung die viele Schweizerinnen und Schweizer erhalten haben. Darin werden sie aufgefordert, die Coronavirus-Tracing-App "SwissCovid" herunterzuladen. Viele, die eine solche SMS bekommen haben, fragen Schweizer Medien, warum das BAG Zugriff auf ihre Handynummer hat. Doch das Bundesamt für Gesundheit stellt dann klar, dass der Mobilfunkbetreiber Swisscom diese SMS aus eigener Inititiative an seine Kunden verschickt hat.

Auf Twitter schreiben einige User auch, dass sie die Aufregung nicht verstehen, weil es sich ja nur um eine informative SMS handelt.

Wie das Bundesamt für Statistik bekannt gegeben hat, haben inzwischen mehr als eine halbe Million Schweizerinnen und Schweizer die Tracing-App "SwissCovid" heruntergeladen.