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In Polen zwingt Herausforderer Trzaskowski Präsident Duda in 2. Runde

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Trzaskowski nach der 1. Runde
Trzaskowski nach der 1. Runde   -   Copyright  Beata Zawrzal/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
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Das künftige Staatsoberhaupt Polens muss in einer Stichwahl ermittelt werden. Amtsinhaber Andrej Duda verpasste im ersten Durchgang seine Wiederwahl.

Duda kam laut Prognosen auf gut 41 Prozent der Stimmen. Notwendig wäre die absolute Mehrheit gewesen. Der 48-jährige Jurist wird von der nationalkonservativen Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit - PiS - unterstützt.

Um das höchste Amt Polens hatten sich elf Männer beworben.

Dudas aussichtsreichster Widersacher bleibt der Warschauer Bürgermeister Rafał Trzaskowski vom liberalkonservativen Oppositionsbündnis Bürgerplattform. Der 48-jährige Politologe erreichte rund 30 Prozent der Stimmen und tritt damit in zwei Wochen gegen Duda an.

Tzraskowski sagte, das Ergebnis zeige, dass ein hoher Prozentsatz der Polen den Wechsel wolle.

Er hatte angekündigt, die von der EU kritisierte Justizreform der Regierung rückgängig machen zu wollen.

Die Wahl war ursprünglich für den 10. Mai angesetzt. Sie wurde aber wegen der Corona-Pandemie verschoben. In allen Wahllokalen galten verschärfte Hygienemaßnahmen. Rund 30 Millionen Menschen waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.

Duda war bis zu seinem Amtsantritt im August 2015 Mitglied der PiS-Partei. Seine Popularität war in den vergangenen Wochen laut Umfragen gesunken.

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Der Bürgermeister von Warschau Rafal Trzaskowski mit seiner Frau MalgorzataCzarek Sokolowski/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.

Neben repräsentativen Aufgaben sowie einem Mitspracherecht bei Themen der Außen- und Verteidigungspolitik besitzt das polnische Staatsoberhaupt durch die Möglichkeit, Gesetzesvorhaben zurückzuweisen, politische Macht.