"Die Ukraine, ein internationaler Online-Store für Babys"

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Von Andrea Büring
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Jedes Jahr tragen ukrainische Leihmütter bis zu 3.000 Babys für ausländische Eltern aus. Dafür erhalten sie um die 14.000 Euro nach der Schwangerschaft.

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Es ist ein umstrittenes Geschäft - die Leihmutterschaft in der Ukraine. In die Schlagzeilen geriet sie während der Coronakrise, als Babys zunächt nicht von ihren neuen Eltern abgeholt werden konnten.

Die Ukraine ist eins der wenigen Länder, in denen kommerzielle Leihmutterschaft auch für Ausländer legal ist.

Gebären statt Kellnern

Olga ist 26 Jahre alt, sie erwartet Zwillinge für ein chinesisches Paar. Als Kellnerin verdient sie jeden Monat 120 Euro - als Leihmutter 14.000 Euro, die sie nach der Geburt erhält.

Für viele ist das leicht verdientes Geld. Überhaupt nicht, probiert es selbst aus! Dann werdet ihr sehen, dass das nicht stimmt. Wehen sind die Hölle. Für Wehen sollten Frauen generell finanziell entschädigt werden.
Olga
Leihmutter

"Niemand zwingt uns"

Für sie ist es bereits die vierte Leihmutterschaft - die 27-jährige Olga floh 2014 mit ihrem Sohn aus der kriegsgebeutelten Ostukraine, seitdem bekommt sie Kinder für ausländische Eltern - eigentlich wollte sie Ärztin werden.

Niemand zwingt uns dazu. Ganz im Gegenteil. Es gibt viel Konkurrenz. Frauen machen das, weil sie sich finanziell dazu gewungen sehen. Nein, das ist keine Ausbeutung.
Olga
Leihmutter

Florierendes Geschäft

Das sieht der ukrainische Kommissar für Kinderrechte Mykola Kuleba anders. Das Land werde zum internationalen Online-Shop für Babys, sagt sie und fordert ein Verbot der Leihmutterschaft.

Zwar gibt es keine offiziellen Zahlen, aber Experten gehen von bis zu 3.000 ukrainischen Kindern aus, die jedes Jahr von ausländischen Eltern gekauft werden. Ein Drittel der Eltern sind Chinesen.

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