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Nachwuchs verboten: Uigurische Frauen berichten über Zwangssterilisierungen und Abtreibungen

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Uigurische Frauen
Uigurische Frauen   -   Copyright  BERTIL ERICSON/ASSOCIATED PRESS
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China wird vorgeworfen, das Bevölkerungswachstum der Uiguren und anderer Minderheiten mit Zwangsmethoden einzuschränken. Das meldet die Nachrichtenagentur AP mit Berufung auf Akten sowie Berichte uigurischer Frauen. Demzufolge sollen Frauen durch Sterilisierungen, empfängnisverhütende Maßnahmen und Abtreibungen daran gehindert werden, Nachwuchs zu bekommen.

Britische Regierung protestiert

Nigel Adams, in der britischen Regierung für Asienbelange zuständig, sagt: „Die Regierung betrachtet die allgemeine Menschenrechtslage in Xinjiang mit ernsthafter Sorge. Diese Lage beinhaltet die unrechtmäßige Inhaftierung von mehr als einer Million uigurischer Muslime und anderer Minderheiten in politischen Umerziehungslagern, systematische Beschränkungen der uigurischen Kultur, der Ausübung des Islam sowie ausufernde und in die Privatsphäre eingreifende Überwachung von Minderheiten."

Durch die chinesische Siedlungspolitik leben in der Region Xinjiang mittlerweile fast genauso viele Han-Chinesen wie Uiguren. Seit Ende der 1980er Jahre kam es in der Region mehrfach zu Unruhen, unter anderem wegen Unabhängigkeitsbestrebungen in Teilen der uigurischen Bevölkerung.

Nele Noesselt, Professorin für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt China/Ostasien an der Universität Duisburg-Essen, schreibt in ihrem 2016 veröffentlichten Buch Chinesische Politik: Nationale und globale Dimensionen: „Immer wieder wird von Spannungen und Konflikten zwischen Han-Chinesen und den nationalen Minderheiten, insbesondere den Tibetern und Uiguren, berichtet. Umstritten ist, inwiefern es sich hierbei um ethnische, möglicherweise auch religiös inspirierte Konflikte oder aber um sozio-ökonomische Spannungen handelt."