Deutsche Flüchtlinge in Dänemark: „Fast wie Gefangene“

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Sine Vinther von der Universität Roskilde beschäftigt sich mit dem Schicksal der deutschen Flüchtlinge in Dänemark nach dem Zweiten Weltkrieg.

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Der Zweite Weltkrieg ging auch im von den Deutschen besetzten Dänemark im Mai 1945 zu Ende. Doch rund 250 000 Deutsche blieben vorerst im Nachbarland - sehr zum Unmut des skandinavischen Landes. Sine Vinther von der Universität Roskilde beschäftigt sich mit diesem Kapitel der Weltkriegsgeschichte, das oft vergessen wird.

„Die Flüchtlinge waren fast wie Gefangene"

„Wir stehen hier auf dem Friedhof Vestre Kirkegård in Kopenhagen. Hier gibt es das einzige Massengrab in Dänemark. Hier liegen viele deutsche Soldaten und Flüchtlinge, die kurz vor und kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ums Leben gekommen sind“, erläutert Vinther.

Ab Februar '45 schickte Deutschland Verwundete und zehntausende Flüchtlinge, die vor der Roten Armee flohen, ins besetzte Dänemark. Nach dem Kriegsende mussten sich die Behörden des skandinavischen Landes um die ungeliebten Nachbarn kümmern.

„Die Flüchtlinge waren fast wie Gefangene. Der dänischen Bevölkerung war der Umgang mit deutschen Flüchtlingen verboten. Die deutschen Flüchtlinge durften weder Dänisch lernen noch mit der dänischen Bevölkerung sprechen, denn sie sollten nicht das Gefühl bekommen, dass sie hier gewollt waren. Die dänischen Behörden wollten, dass sie das Land so schnell wie möglich verlassen“, sagt Vinther.

Die Alliierten sperrten sich zunächst dagegen, die in Dänemark untergebrachten Flüchtlinge nach Deutschland rückzuführen. Erst im Frühjahr 1949 verließen die letzten Dänemark.

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