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Pflegekräfte zeigen Präsident Macron die kalte Schulter

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Pflegekräfte zeigen Präsident Macron die kalte Schulter
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Nur wenige Stunden nach der öffentlichen Verbeugung der Politik vor den Corona-Pflegekräften zum französischen Nationalfeiertag haben in Paris und weiteren Städten wie Toulouse, Bordeaux und Lyon mehrere tausend Menschen gegen die sogenannten „Ségur-Vereinbarungen" demonstriert, die 8,1 Milliarden Euro Mehrausgaben für neue Tarifverträge im Gesundheitssektor vorsehen.

Einige der Demonstranten kamen von einer Kundgebung, die von "Gelbwesten" vor der Generalinspektion der Polizei (IGPN) organisiert worden war, um Polizeigewalt anzuprangern.

Guillaume Rosey, Pfleger in der Neurologie in Maubeuge, Region Paris:

"Covid hat gezeigt, dass wir Betten brauchen, wir haben nicht genug" - enttäuscht über das am Montag beim Premierminister von einer Gewerkschaftsmehrheit (CFDT, FO und Unsa) unterzeichneten Ségur-Vereinbarungen.

"Wir haben viel von Ségur erwartet", so der Pfleger, "Geld, Geld für das öffentliche Krankenhaus!"

Bei sporadischen Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten am Ende der Kundgebung auf der Place de la Bastille wurde Tränengas eingesetzt.

Zwei Personen wurden kurz von der Polizei festgenommen („AFP“), weil sie "den Luftraum über verbotenem Gebiet verletzt" hatten. Sie hatten während der offiziellen Feierlichkeiten zum 14. Juli Luftballons mit Anti-Macron-Parolen fliegen lassen.

Beschäftigte des öffentlichen Gesundheitswesens fordern seit etwa einem Monat mehr Geld – für sich und für das Gesundheitssystem.

su mit AFP