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Angst vor der zweiten Welle im Herbst: Frankreich rüstet sich

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Angst vor der zweiten Welle im Herbst: Frankreich rüstet sich
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Fast vier Monate ist es her, dass die Coronavirus-Welle auch in die französische Stadt Dijon schwappte. Mittlerweile sind im Krankenhaus von Dijon mehr als 2400 Menschen behandelt worden, die an Covid-19 erkrankt waren. Im Augenblick sind es nur noch drei.

Aus der Pandemie haben die Krankenhausleitung und die französischen Behörden insgesamt ihre Schlüsse gezogen. Es wurden und werden Vorkehrungen für den Fall getroffen, dass die Zahl der Ansteckungen wieder deutlich wächst. Im Herbst könnte das eintreten, meint der französische Wissenschaftsrat.

Thema Covid-19 nicht zu den Akten legen

Nadège Baille, Leiterin des Krankenhauses Dijon, erläutert: "Wir haben Betten frei, die für Covid-19 bestimmt sind, die derzeit nicht besetzt sind, es bei Bedarf aber schon morgen sein könnten. Wir gehen nicht davon aus, dass das Thema Covid-19 beendet ist. Der Unterschied zwischen der zweiten und der ersten Welle ist, dass wir jetzt vorbereitet sind, wir können in einem großen Umfang Tests durchführen - täglich bis zu 2500."

Während das Coronavirus wütete, mussten sich viele Menschen mit anderen Leiden in Geduld üben. Eingriffe, die nicht dringend waren, wurden verschoben.

"Wir haben stark auf Fernsprechstunden gesetzt, um mit den Patienten in Verbindung zu bleiben, deren Termine abgesagt wurden. Als wir wieder etwas großflächiger planen konnten, hatten die Patienten Vorrang, die den größten Bedarf hatten. Aber wir haben sie während dieser schwierigen Zeit begleitet", berichtet Jacques Baurin, Arzt am Krankenhaus in Dijon.

"Übergangszeit, die höchste Vorsicht verlangt"

Nicht nur im Krankenhaus in Dijon hat die Belegschaft während der Pandemie Schwerstarbeit geleistet: Eine anstrengende, aber auch lehrreiche Zeit, so die Ärztin Justine Perrot: "Wir konnten uns dank der Unterstützung derjenigen, die in der Abteilung arbeiten, darauf einstellen. Sie haben uns auf der Intensivstation geholfen. Wir hatten eine Menge Hilfe von außen. Es ist für alle interessant, mit Menschen zusammenarbeiten, mit denen man sonst nicht zusammenarbeitet", sagt Perrot.

euronews-Reporter Guillaume Petit berichtet: "Kurz vor den Ferien befinden sich die Krankenhäuser in einer Übergangszeit: Einerseits ist die Zahl der Patienten fast vier Mal geringer als auf dem Höhepunkt der Epidemie, andererseits werden im ganzen Land mehr als 80 Orte mit gehäuften Ansteckungen beobachtet: Eine Übergangszeit, die höchste Vorsicht verlangt."