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Sauna, Restaurants, Partys: Diese Corona-Regelungen werden in Berlin gelockert

Abstandsregelungen in Berlin werden teilweise gelockert, wie der Senat am Dienstag beschloss.
Abstandsregelungen in Berlin werden teilweise gelockert, wie der Senat am Dienstag beschloss.   -   Copyright  Markus Schreiber/AP
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Der Berliner Senat hat eine Reihe von Lockerungen im Zuge der Entspannung der Coronavirus-Infektionslage in dem Stadtstaat beschlossen. Unter anderem gelten von nun an beim Sport und in der Gastronomie entspanntere Regelungen.

Zusätzlich zu den Lockerungen beschloss der Senat am Dienstag Wirtschaftshilfsprogramme, um die in Berlin ansässigen Unternehmen, die wirtschaftlich besonders von der Pandemie betroffen waren, zu unterstützen.

Abstandsregelungen in der Gastronomie gelockert, nicht aufgehoben

Für die Gastronomie gilt, dass Gruppen bis 6 Personen jetzt an einem Tisch mit weniger als 1,5 Meter Abstand sitzen dürfen - bisher durften nur Menschen aus dem gleichen Haushalt mit weniger als dem genannten Mindestabstand gemeinsam essen. "Wo durchgelüftet werden kann, dürfen die Abstandsregelungen gelockert werden", so Wirtschaftssenatorin Ramona Pop am Dienstagnachmittag auf einer Pressekonferenz.

"Die Desinfektion ist ein weniger wichtiges Thema laut Wissenschaft", erklärte Pop, deswegen habe mach sich auf eine gewisse Liberalisierung für die Gastronomie geeinigt. Anstatt Flächen zu desinfizieren, sei es nun möglich in bestimmten Abständen die Tischbedeckung zu wechseln.

Mindestabstände wo gelten sie noch?

Die Lockerungen für Kinos sind noch in der Diskussion, so Pop, hier gelte zunächst noch der alte Stand mit Mindestabständen. Ähnliches gelte für das gemeinsame Singen (Chorsingen) - eine Entscheidung über Lockerungen soll nach Beratungen noch in der laufenden Woche bekannt gemacht werden.

Trockensaunen dürfen wieder aufmachen - ohne Aufguss, Dampfbäder müssen aber weiter geschlossen bleiben.

Bei den Kontaktsportarten muss es jetzt feste Trainingsgruppen von bis zu 30 Personen geben, davon werde unter anderem der Fußball profitieren, so Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD). Nicht-Kontaktsportarten dürften wieder wie gewohnt stattfinden.

Wird das Prostitutionsverbot aufgehoben?

Die Länder wollten sich hier bundeseinheitlich fortbewegen, so Pop, in zwei Wochen will der Senat dazu noch einmal beraten, aber hier sei Bewegung in die Diskussion gekommen, erklärte die Wirtschaftssenatorin.

Clubs

Mindestabstände könnten hier kaum eingehalten werden, deswegen sei eine Wiedereröffnung noch nicht abzusehen. Aber Grünflächen sollen bereitgestellt werden, damit Open Airs und Festivals wieder stattfinden können und Musikclubs auf wieder Veranstaltungen steigen lassen können, so Pop. Hier sei man mit den Bezirksbürgermeistern in Kontakt getreten, um entsprechende Flächen, darunter auch Straßen, Sportplätze oder andere Plätze auszuweisen.

Durch diesen Plan soll auch vermieden werden, dass zunehmend illegale Partys wie im Volkspark Hasenheide in Neukölln veranstaltet werden.

Ein Zeitplan für die Öffnung von Clubs liege noch nicht vor. Auch noch im Herbst seien für bestimmte Betriebe weiter Einschränkungen zu erwarten, so Senator für Finanzen Kollatz.

Lockerung kommt mit einer Warnung

Man habe in Berlin eine abnehmende Akzeptanz der Abstandsregelungen festgestellt, die niedrigen Zahlen sind nur des Verantwortungsbewusstsein zu verdanken und die Regeln müssten respektiert werden, so die Wirtschaftssenatorin. "Credo bleibt weiter Regeln einhalten", so Pop.

In Berlin haben sich seit Ausbruch der Epidemie 8.800 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 221 Menschen starben an den Folgen der von dem Virus ausgelösten Krankheit Covid-19.