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Deeskalation im Mittelmeer? Erkundungsschiff nach Antalya zurückgekehrt

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Das türkische Forschungsschiff Oruc Reis ist nach über einem Monat auf See wieder im Hafen von Antalya
Das türkische Forschungsschiff Oruc Reis ist nach über einem Monat auf See wieder im Hafen von Antalya   -   Copyright  AFP
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Geht der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan auf Deeskalationskurs zu Griechenland? Das türkische Forschungsschiff, das die politisch brisanten Erkundungen im östlichen Mittelmeer durchgeführt hat, ist in den Hafen von Antalya zurückgekehrt.

Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis begrüßte den Schritt, den die türkische Seite nicht kommentierte. Das Schiff war über einen Monat in der Region unterwegs.

Mitsotakis sagte bei einem Forum in Thessaloniki: "Sobald die Türkei uns Anzeichen einer aufrichtigen Deeskalation zeigt, werde ich mich als Erster an den Verhandlungstisch setzen. Zunächst auf der Ebene von Sondierungsgesprächen über vertrauensbildende Maßnahmen, damit wir diese Zeit der Spannungen hinter uns lassen können, die meiner Meinung nach der Stabilität und dem Frieden im östlichen Mittelmeerraum in keinem Fall förderlich waren. Der Dialog, der Dialog in gutem Glauben und ohne einseitige Provokationen ist der Weg, um unser grundlegendes Problem, unsere wichtigste, unsere einzige Frage mit der Türkei anzugehen, die zu einer rechtlichen Lösung führen kann, nämlich die Begrenzung unserer maritimen Zonen."

Ankara: "Lösung mit friedlichen Methoden"

US-Außenminister Mike Pompeo hatte sich besorgt über die türkische Mission in der Region geäußert. Der französische Präsident Emmanuel Macron ging noch einen Schritt weiter und bezeichnete die Erkundungen als "inakzeptabel".

Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar wollte bei einem Interview, das er in der Nähe von Antalya und vor der Kulisse der griechischen Insel Kastelorizo führte, offenbar kein Öl ins Feuer gießen und betonte: "Wir sind für den Dialog. Wir wünschen, dass unsere Probleme hier mit friedlichen Methoden gelöst werden."

Dort, auf Kastelorizo, ist aktuell die griechische Präsidentin Katerina Sakellaropoulou für zwei Tage zu Besuch. Die Präsidentin sagte, die Insel in Grenznähe zur Türkei sei ein kostbarer Teil von Griechenland. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass die Griechen vor Drohungen oder Erpressungstaktiken nicht einknicken werden - ohne den Konfliktpartner beim Namen zu nennen.