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Ungarn: Extrawurst für ausländische Jäger?

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Jäger
Jäger   -   Copyright  GUILLAUME SOUVANT/AFP or licensors
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Dank der Coronavirus-Pandemie hat das Wild in Ungarns Wäldern Schonfrist. Zumindest ausländischen Jägern können Hirsche, Wildschweine und andere Tiere derzeit nicht vor die Flinte laufen.

Denn wegen der Einreisebeschränkungen lässt Ungarn auch die vielen Jagdurlauber nicht ins Land, die sonst für Einnahmen von jährlich rund 20 Millionen Euro verantwortlich sind. Die ungarische Jägerschaft setzte sich für eine Ausnahmeregelung ein, kam damit aber nicht durch. Man hofft auf die Jagdsaison 2021.

Seit dem 1. September dürfen Ausländer nur einreisen, wenn sie im Vorwege die Genehmigung eingeholt haben. Wer diese bekommt, muss sich 14 Tage in Quarantäne begeben. Ausgenommen sind Berufspendler im Grenzgebiet.

„Schlupflöcher des Systems"

Sandor Szentpeteri, Ungarns Staatssekretär für Forstwirtschaft, sagt: „Es ist nicht wie mit Erdbeeren. Wenn die reif sind, kann man nichts mehr machen. Ein Hirsch zeigt sein prächtiges Geweih auch im nächsten Jahr wieder. Und wenn die Pandemielage dann hoffentlich besser ist, können die Jäger aus Ungarn und dem Ausland wieder schießen."

Doch offenbar halten sich nicht alle an die Einreisebeschränkungen, berichtet euronews-Reporter Ádám Magyar: „Theoretisch dürfen ausländische Jäger im Augenblick nicht in die ungarischen Wälder kommen. Doch anonyme Quellen bestätigen, dass einige von ihnen hier sind, indem sie Schlupflöcher des Systems nutzten."