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Friedensnobelpreis und Korruptionsvorwürfe: 75 Jahre UNO

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Friedensnobelpreis und Korruptionsvorwürfe: 75 Jahre UNO
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Die Vereinten Nationen erinnern an diesem Montag an ihre Gründung vor 75 Jahren. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs lag die Welt ln Trümmern. Um dauerhaft Frieden zu sichern, schlossen sich 1945 auf einer Konferenz in San Francisco mehrere Staaten zu den Vereinten Nationen zusammen.

Ziele

Die Gründungscharta nennt hehre Ziele: Frieden und Sicherheit, gute Beziehungen unter den Staaten sowie gemeinsame Lösungen für globale Probleme. Über die Jahrzehnte bemühte sich die Weltorganisation, diese Ziele zu verfolgen. Mit zum Teil positiven Ergebnissen.

Erfolge

Auch, wenn es sich nicht so anfühlt, die Zeiten blieben relativ friedlich. Die Zahl der Menschen, die in Konflikten getötet wurden, ist seit der Gründung der UNO stark gesunken.

Mehr Kriegstreiber wurden seitdem zur Rechenschaft gezogen: Die Prozesse gegen Serbenführer Slobodan Milosevic und Warlord Charles Taylor sind das Ergebnis internationaler Zusammenarbeit.

Während Hungersnöten rettete das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen zahlreiche Leben.

Unter dem Schutz der UNESCO werden Stätten, die zum Weltkulturerbe zählen, für die Nachwelt bewahrt.

Versagen

Doch die Bilanz der UN ist gemischt: Ihr Versagen war zum Teil katastrophal: beim Genozid in Ruanda oder bei den ethnischen Säuberungen in Bosnien.

Greueltaten, die sich abspielten, obwohl die Vereinten Nationen mit Einsätzen vor Ort waren.

2005 waren es Blauhelmsoldaten, die in der Demokratischen Republik Kongo vergewaltigten und andere Verbrechen begingen.

2010 brach in Haiti eine verheerende Cholera-Epidemie aus, die mit dem UN-Einsatz in Verbindung gebracht wurde: Ohne Vorsatz, doch die Vereinten Nationen machten Immunität vor Strafverfolgung geltend.

Beim irakischen "Öl-für-Lebensmittel-Programm" mussten sich die Vereinten Nationen gegen Korruptionsvorwürfe wehren - finanzielle Mittel waren auf privaten Bankkonten verschwunden.

Festakt

Versagen und Erfolge: Die Bilanz seit der Gründung der Vereinten Nationen ist durchmischt.

Wegen der Coronakrise findet der Festakt vor fast leeren Reihen größtenteils online statt. Die Erwartungen an die Generaldebatte sind gedämpft: Kritiker bemängeln, gerade in der Corona-Pandemie hätten die Staatenlenker zeigen können, dass sich gemeinsames Handeln für eine gesündere Welt auszahle.