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Covid-Musterknabe Neuseeland sauer - Fischer schleppen Virus aus Moskau ein

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In Russland werden die meisten Corona-Erkrankungen in Moskau registriert. Am Montag wurden der offiziellen Statistik zufolge landesweit fast 16.000 (15 982) Fälle an einem Tag gemeldet - so viele wie noch nie. Damit gibt es bislang mehr als 1,3 Millionen registrierte Infektionen.

Der-Bezirk Moskauer Bürgermeister sucht nach eigenen Angaben einen Mittelweg: Geschäfte bleiben offen, keine Ausgangssperre - aber Schüler höherer Jahrgänge müssen von diesem Montag an wieder zu Hause lernen. Auch ein Teil der Beschäftigten in Firmen muss aufs Homeoffice umsteigen.

Roberto Leonov, Bezirksleiter des öffentlichen Dienstes in Moskau (Losinoostrovsky-Bezirk) schwört auf die Desinfektionseinsätze in der Stadt:

"Die Desinfektionsmittel sind absolut sicher, keine Notwendigkeit, einen Spielplatz für eine Weile zu schließen, bis der Geruch nachässt. Das Mittel wirkt 24 Stunden lang. Am nächsten Tag kommen wir wieder."

CHARTERFLUG AUS MOSKAU: 18 FISCHER IN QUARANTÄNE

Neuseeland ist von den russischen Vorbeuge-Maßnahmen eher nicht überzeugt. In dem bisher nahezu Covid-freien Land sind letzte Woche 235 Fischer aus Russland und der Ukraine eingetroffen – knapp jeder zehnte wurde positiv auf das Coronavirus getestet – sie hätten vor dem Abflug eigentlich zwei Wochen Quarantäne einhalten und negative Tests vorweisen müssen. Jetzt sitzen sie in einem Hotel in Christchurch fest und warten auf negative Testergebnisse. Der Flug war von drei Fischereifirmen gechartert worden.

Ashley Bloomfield, zuständiger Generaldirektor im Gesundheitsministerium:

"Dort gibt es jetzt insgesamt 18 Fälle unter den russischen und ukrainischen Fischerbootbesatzungen, die alle auf einem Charterflug mit Start in Moskau angereist sind.“

MASSENIMPFUNGEN ANGEKÜNDIGT

In Moskau sollen in den nächsten Monaten Massenimpfungen gegen das Coronavirus starten. Damit werde zwischen Dezember und Januar begonnen, schrieb Bürgermeister Sergej Sobjanin in seinem Blog.

Erste größere Lieferungen des ersten russischen Impfstoffes würden im kommenden Monat eintreffen. «Das wird der endgültige Sieg über die Pandemie», so Sobjanin. Das russische Vakzin mit dem Namen «Sputnik-V» war schon im August freigegeben worden.

International gab es Kritik, weil die Freigabe noch vor dem Abschluss wichtiger Tests erfolgte. Derzeit laufen breit angelegte Phase-III-Studien. Mittlerweile ist auch ein zweiter in Russland entwickelter Impfstoff freigegeben worden.

su mit dpa