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Bei rauer See im Ärmelkanal gekentert: Vier Iraner tot

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Rettungshubschrauber
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Beim Versuch, mit einem Boot den Ärmelkanal zu überqueren, sind mindestens vier Menschen vor der französischen Küste ertrunken. Unter den Opfern befinden sich zwei Kinder. Eine Person wird noch vermisst. 15 Menschen, die sich an Bord befanden, wurden gerettet, sie wurden mit Unterkühlung in Krankenhäuser in Calais und Dünkirchen eingeliefert.

Überfahrt bei rauer See

Ein englischer Segler rief die Rettungskräfte, als er sah, wie das Boot bei rauer See kenterte. Am Rettungseinsatz waren sechs Schiffe und drei Hubschrauber beteiligt. Immer wieder versuchen Flüchtlinge und Migranten, von Frankreich aus die Meerenge zu überqueren, um nach Großbritannien zu gelangen.

Hervé Tourmente, der stellvertretende Präfekt von Dünkirchen, erläuterte: „Ihre Staatsangehörigkeit war iranisch. Sie befanden sich rund fünf Seemeilen von der Küste entfernt. Den Grund, weshalb das Boot kenterte, kenne ich bisher nicht. Es handelte sich um ein Ausflugs- oder Fischerboot."

Die britische Innenministerin Priti Patel drückte den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus. Die tragische Nachricht zeige die Gefahren, die sich bei der Überquerung des Ärmelkanals ergeben, so Patel. Die britische Innenministerin kündigte an, alles in ihrer Macht stehende zu unternehmen, um „gefühllose Verbrecher" davon abzuhalten, verletzliche Menschen auszunutzen. Schlepper verlangen rund 3000 Euro für die Überfahrt und damit die illegale Einreise nach Großbritannien.

Auf britischer Seite wurde wiederholt der Vorwurf geäußert, Frankreich tue nicht genug, um die Überquerungen des Ärmelkanals zu verhindern.