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Hungerstreik und Corona: Nasrin Sotoudeh darf Gefängnis in Iran vorläufig verlassen

Demo für Nasrin Soutoudeh (ARCHIV)
Demo für Nasrin Soutoudeh (ARCHIV) Copyright FRANCOIS GUILLOT/AFP or licensors
Copyright FRANCOIS GUILLOT/AFP or licensors
Von Euronews mit AFP
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Die Menschenrechsanwältin Nasrin Sotoudeh war seit Monaten in Teheran im Hungerstreik, um in der Corona-Krise ihre Freilassung zu fordern.

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Die Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh (auch: Sotudeh) ist vorübergehend aus dem Gefängnis in Teheran entlassen worden, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA. Die 57-Jährige war im September nach einem monatelangen Hungerstreiks ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Der stellvertretende Staatsanwalt, der für das Gefängnis zuständig ist, genehmigte ihre Freilassung, Allerdings gab es zunächst keine Informationen über ihren Gesundheitszustand oder über die Bedingungen ihrer Entlassung aus dem Gefängnis.

Sotoudeh wurde 2018 unter dem Vorwurf der geheimen Absprache und Propaganda gegen die iranische Regierung verhaftet und zu 38 Jahren Gefängnis und 148 Peitschenhieben verurteilt. Nach dem Gesetz muss sie mindestens 12 Jahre absitzen.

Sotudeh war letzten Monat vom berüchtigten Ewin-Gefängnis in Teheran in die Frauenhaftanstalt Gharchak südlich der Hauptstadt verlegt worden. Den Angaben der Justiz zufolge hat Sotudeh den Hafturlaub bereits angetreten. Eine Bestätigung seitens ihres Ehemanns Resa Chandan gab es zunächst nicht.

Laut Chandan war Sotudehs Gesundheitszustand in den vergangenen Wochen besorgniserregend, besonders nach ihrem fast 50-tägigen Hungerstreik. Unter anderem leidet die 57-Jährige an einer Herzschwäche, wegen der sie im September auch fünf Tage in einem Krankenhaus in Teheran behandelt werden musste. Mit dem Hungerstreik wollte die Anwältin und Frauenrechtlerin gegen die Haftbedingungen der politischen Gefangenen während der Corona-Pandemie protestieren.

Sie hatte als Anwältin u.a. Frauen verteidigt, die gegen die Kopftuchpflicht protestiert hatten. Amnesty International setzt sich in einer Kampagne für die Freilassung der zweifachen Mutter Nasrin Sotoudeh ein.

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