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"Eine tolle Reise!" SpaceX bringt vier Astronauten zur ISS

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"Eine tolle Reise!" SpaceX bringt vier Astronauten zur ISS
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Es war ein freudiger Empfang für die Besatzung der "Crew Dragon" an Bord der ISS: Die Raumkapsel des privaten Unternehmens SpaceX hat in der Nacht zum Montag erfolgreich an der Internationalen Raumstation angedockt, nach 27 Stunden Flug, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte.

Drei amerikanische und ein japanischer Astronaut sollen nun sechs Monate an Bord der ISS bleiben und verschiedene Experimente überwachen.

Missionsleiter Mike Hopkins sagte im Namen seiner Crew: "Das war eine unglaubliche Reise. Es ist einfach toll, dass dies den Beginn funktionsfähiger Missionen von Florida zur ISS markiert. Es war eine tolle Reise."

Dies war die erste reguläre bemannte Mission eines privaten Raumfahrtunternehmens nach dem erfolgreichen bemannten Testflug zur ISS im vergangenen Mai.

Nach fast neunjähriger Pause waren zudem Astronauten erstmals wieder von amerikanischem Boden aus in den Orbit gestartet. In den vergangenen Jahren waren US-Astronauten vollständig auf russische Raketen angewiesen, um zur ISS zu kommen. Die Nasa hatte ihr Shuttle-Programm wegen hoher Kosten und nach zwei Unglücken eingestellt.

"Wir entschuldigen uns zutiefst bei unseren Kunden"

Weniger erfolgreich verlief eine andere europäische Weltraummission am Dienstagmorgen: Eine mit zwei Satelliten beladene europäische Vega-Rakete kam nach dem Start vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana vom Kurs ab, die Mission wurde daraufhin von Arianespace als gescheitert eingestuft.

An Bord hatte die Vega-Rakete den Erdbeobachtungssatelliten "Seosat" und den Satelliten "Taranis" für die französische Raumfahrtbehörde CNES. "Seosat" sollte hochauflösende Bilder der Erde liefern und so Informationen für Anwendungen in den Bereichen Kartographie, Landnutzung, Stadtmanagement, Wassermanagement, Umweltüberwachung und Risikomanagement bereitstellen. "Taranis" sollte etwa elektromagnetische Phänomene bei Unwettern beobachten.

"Wir entschuldigen uns zutiefst bei unseren Kunden", schrieb Arianespace-Chef Stéphane Israël auf Twitter. Man analysiere nun mit dem italienischen Raketenbauer Avio, was passiert sei. Man habe nach der ersten Zündung des Triebwerks der Oberstufe eine Abweichung der Flugbahn festgestellt, hieß es am Morgen lediglich von Arianespace. Am Nachmittag sollte es eine Pressekonferenz geben.