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Europa und die Impf-Skepsis

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Von Stefan Grobe
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Europa und die Impf-Skepsis
Copyright  Siphiwe Sibeko/AP

Die Europäische Arzneimittel-Agentur steht vor der Genehmigung von zwei Impfstoffen bis Mitte Dezember - die wissenschaftliche Welt jubelt.

Europa könnte dann bald schon seinen Alltag wieder haben.

Natürlich seien diese Impfstoffe eine gute Nachricht, da sie uns unser normales Leben wieder gäben, sagt Luke O'Neill vom Trinity College in Dublin.

Die Frage sei nun, wie schnell dieser Impfstoff verteilt werden könne.

Doch sei er optimistisch, dass bis nächsten Sommer der Normalzustand wieder erreicht sei - wenn auch noch mit Masken und sozialem Abstand.

Das ist auch die Hoffnung der EU-Kommission. Seit dem Start ihrer Impf-Strategie pumpte Brüssel Millionen in die Forschung.

Einmal genehmigt, sollen rasch 300 Millionen Dosen europaweit verabreicht werden.

Doch die größte Herausforderung könnte sein, Zweifel der Öffentlichkeit zu beseitigen.

In Belgien will die Regierung ab Januar 70 Prozent der Bevölkerung kostenlos impfen lassen.

Doch nicht jeder ist begeistert.

Für den Biochemie-Professor O'Neill ist es an den Ärzten und Wissenschaftlern, die Öffentlichkeit zu informieren.

Kritische Reaktionen seien verständlich, schließlich handele es sich um eine neuartige Krankheit.

Zumal Impfungen mit ihren Nadelstichen viele ohnehin nervös machten.

Dann gebe die horrenden Lügen auf sozialen Medien.

Die Wahrheit sei, dass Impfungen extrem sicher seien. Jede Gesundheitsbehörde der Welt nutze sie.

Die Debatte um Impfungen sei daher sehr seltsam, denn Impfungen seien der größte Beitrag zur Medizin.

Doch Umfragen zeigen: Die Impf-Skepsis in Europa ist groß, vor allem in Frankreich und Osteuropa.

Wissenschaftler und Regierungen haben noch ein großes Stück Überzeugungsarbeit vor sich.

Weitere Quellen • Meabh McMahon