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Frankreich und Großbritannien verstärken Grenzsicherung am Ärmelkanal

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Von Euronews mit dpa
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Frankreich und Großbritannien verstärken Grenzsicherung am Ärmelkanal
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Doppelt so viele Polizeipatrouillen, Drohnen, Radar- und Nachtsichtgeräte in den Häfen und Küstenregionen - auf diese Maßnahmen haben sich Frankreich und Großbritannien am Samstag geeinigt, um stärker gegen illegale Migration über den Ärmelkanal vorzugehen.

Gerade an diesem Wochenende hat die französische Küstenwache 64 Migranten gerettet, die beim Überqueren des Ärmelkanals in Seenot geraten waren. Unter ihnen waren auch Kinder und eine schwangere Frau, wie die Behörden mitteilten.

Die verstärkte Grenzsicherung soll am 1. Dezember in Kraft treten. Großbritannien will dafür mehr als 31 Millionen Euro ausgeben.

Sei Monaten ist die Migration über den Kanal ein Streitthema zwischen beiden Ländern. London beschuldigt Paris, nicht genug zu tun, um die Menschen von der Überquerung abzuhalten.

In diesem Jahr haben bereits mehr als 8.000 Migranten den Ärmelkanal überquert, viele von sind in kleinen Schlauchbooten, Kanus oder auch schwimmend unterwegs. Immer wieder kommen Menschen dabei ums Leben. Nach offiziellen Angaben sind in diesem Jahr sieben Menschen bei der gefährlichen Überfahrt ums Leben gekommen.

Die hohe Anzahl der Menschen, die versuchen auf dem Seeweg nach Großbritannien zu kommen, könnte auch eine Folge der Coronavirus-Pandemie sein. Zuvor hatten illegale Einwanderer häufig versucht, vor allem auf Lastwagen oder Fähren an Bord zu kommen, doch mit der Gesundheitskrise hat sich der Verkehr erheblich verringert.