Türkei beendet provokante Erdgassuche der "Oruc Reis" im Mittelmeer

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Von su mit dpa
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Das Forschungsschiff «Oruc Reis» ist nach monatelanger umstrittener Erkundung von Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer in die Türkei zurückgekehrt. An der Mission hatte sich ein lange schwelender Streit mit Griechenland um Erdgas wieder entzündet

Das türkische Forschungsschiff «Oruc Reis» ist nach monatelanger umstrittener Erkundung von Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer – genauer gesagt, auf dem griechischen Festlandsockel - in die Türkei zurückgekehrt. Die seismischen Untersuchungen, die am 10. August begonnen hätten, seien
abgeschlossen, so das Energieministerium in Ankara auf Twitter. Die «Oruc Reis» sei nach Antalya zurückgekehrt.

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MILITÄRÜBUNG

Nahzu gleichzeitig begann die multinationale Militärübung "Medusa" zwischen Griechenland, Zypern und Ägypten. Zum ersten Mal nehme auch Streitkräfte aus Frankreich und den Vereinigten Arabischen Emiraten teil.

Die Übung im Großraum Alexandria (Ägypten) und im als Fluginformationsgebiet (FIR) definierten Luftraum vor Kairo konzentriert sich laut dem Verteidigungsministerium in Zypern auf Such- und Rettungsmaßnahmen, Cyberkrieg und Marineübungen.

An der Mission der "Oruc Reis" hatte sich ein lange schwelender Streit um Erdgas
zwischen Griechenland und der Türkei wieder entzündet. Beim
EU-Gipfel am 10. und 11. Dezember in Brüssel soll über mögliche
weitere Sanktionen gegen die Türkei wegen der Erdgaserkundungen

gesprochen werden.

Südwestlich von Zypern sucht nach wie vor das
türkische seismische Erkundungsschiff «Barbaros Hayrettin Pasa» nach

Erdgas.

SANKTIONEN

Die EU-Außenminister hatten iim November 2019 wegen der Gas-Bohrungen vor der Küste Zyperns Wirtschaftssanktionen gegen die Türkei beschlossen.

Der Beschluss “wird es ermöglichen, Personen oder Einrichtungen zu bestrafen, die für nicht genehmigte Bohraktivitäten im östlichen Mittelmeerraum verantwortlich oder daran beteiligt sind” - etwa durch Reiseverbote und das Einfrieren von Vermögenswerten. Namen wurden nicht genannt. Es dürfte vorrangig türkische Militärs und Kapitäne der Bohrschiffe treffen, so EU-Diplomaten.

Das EU-Mitglied Zypern sieht in den türkischen Erkundungen vor der Küste der geteilten Mittelmeerinsel einen Verstoß gegen internationales Recht. Auch die Europäische Union wertet die Bohrungen als illegal. Die Türkei dagegen argumentiert, sie schütze die Hoheitsrechte über ihrem Festlandsockel, außerdem müssten auch die türkischen Nordzyprer von den Rohstoffen profitieren können. Im östlichen Teil des Mittelmeers sind große Öl- und Gas-Vorkommen entdeckt worden.

su mit dpa

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