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"XXL-Sternschnuppe" - Was war da am Abendhimmel zu sehen und zu hören?

Meteorit im April 2018
Meteorit im April 2018   -   Copyright  Daniel Reinhardt/AP
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Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat auf Twitter geschrieben: "Vielen Dank für die zahlreichen Nachrichten zur "XXL-Sternschnuppe" am gestrigen Nachthimmel. Wir haben sie natürlich auch gesehen und teilen Infos dazu baldmöglichst mit euch. Merke: In den Nachthimmel zu schauen lohnt sich einfach immer!"

Auch in den Niederlanden, in Ostfrankreich und in Dänemark haben Astronomie-Fans das Phänomen beobachtet. Die meisten gehen davon aus, dass es sich bei der Feuerkugel um einen Meteoriten handelt.

Phänomen war auch hörbar und wurde registriert

An diesem Montag hat SPIEGEL ONLINE die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover zu dem beobachteten Phänomen befragt. BGR-Experte Christoph Pilger bestätigt: "Unsere Station hat um 19:01 Uhr Lokalzeit eine deutliche Infraschall-Spitze aus Nordnordwest registriert." Das Signal in Freyung in Niederbayern, im Grenzgebiet zwischen Deutschland, Tschechien und Österreich, wurde von der Infraschallstation "I26DE" des BGR gemessen.

Einige haben sogar Videos veröffentlicht.

Ein Meteorit ist ein Gesteinsbrocken, der auf der Erde landet. Laut ESA prallen jeden Tag etwa 50 Tonnen Gesteinsmaterial aus dem Weltall auf der Erdoberfläche.

Die oft kleinen Meteore - die auch Sternschnuppen genannt werden - sind sehr häufig zu sehen. Sie treten mit einer Geschwindigkeit von rund 15 km/s in die obere Atmosphäre der Erde ein.

Die Schweife leuchten normalerweise weniger als eine Sekunde lang. Die durch die Reibung mit der dünnen Luft in einer Höhe von etwa 100 km entstehende Hitze bringt die Meteore zum Glühen und zerstört sie.