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Die schönsten Bilder vom Nachthimmel: Jupiter und Saturn so nah wie selten

Saturn und Jupiter sind sich zur Zeit sehr nah - Foto von Kuwait aufgenommen
Saturn und Jupiter sind sich zur Zeit sehr nah - Foto von Kuwait aufgenommen   -   Copyright  YASSER AL-ZAYYAT/AFP
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Jupiter und Saturn, die beiden größten Planeten in unserem Sonnensystem, kommen sich dieser Tage - oder besser an diesen Abenden - so nah wie nur sehr selten. Das Phänomen wird auch als "Große Konjunktion" bezeichnet. Es fand am selben Tag statt wie die Wintersonnenwende - ab jetzt werden die Tage wieder länger.

Der Moment an dem sich Jupiter und Saturn besonders nahe gekommen sind, war vom Wetter her vielerorts in Europa nicht ideal, denn es regnete oder war bewölkt.

So kommen einige der beeindruckensten Bilder denn auch aus den USA - nämlich aus Kalifornien.

PATRICK T. FALLON/AFPPP or licensors
Griffith Observatory in Los Angeles in KalifornienPATRICK T. FALLON/AFPPP or licensors

In Thailand haben Fotografen Jupiter und Saturn inmitten der Weihnachtsdekoration im Bild festgehalten. Schließlich sehen einige das Zusammentreffen der beiden Planeten auch als "Stern von Bethlehem" (siehe weiter unten).

MLADEN ANTONOV/AFP or licensors
Jupiter und Saturn - aufgenommen auf der Insel Koh Lipe in ThailandMLADEN ANTONOV/AFP or licensors
CC Milagro Sarmiento Navarro
Das SonnensystemCC Milagro Sarmiento Navarro

Die meiste Zeit dieses Jahres waren Jupiter und Saturn recht nahe aneinander am Nachthimmel zu sehen, aber in der Nacht auf Dienstag standen sie von der Erde aus gesehen am nächsten beieinander stehen - scheinbar weniger als den Durchmesser des Vollmonds voneinander entfernt.

"Wie auf einer Rennbahn"

"Man kann sich das Sonnensystem wie eine Rennbahn vorstellen, mit jedem der Planeten als Läufer in seiner eigenen Spur und der Erde in der Mitte des Stadions", sagt Henry Throop, ein Astronom in der Abteilung für Planetenforschung im NASA-Hauptquartier in Washington.

"Von unserem Aussichtspunkt aus werden wir Jupiter auf der Innenbahn sehen können, der sich den ganzen Monat über Saturn nähert und ihn schließlich am 21. Dezember überholt."

Professor Matthew Bate, Leiter der Astrophysik an der Universität Exeter in Großbritannien, setzt auf die Beobachtung der Planeten mit dem Fernglas. "Wenn Sie ein Fernglas mit einer Vergrößerung von mehr als etwa achtfach haben, dann sollten Sie in der Lage sein, einige der Galileischen Monde zu sehen", sagte er.

Im deutschsprachigen Raum war das Himmelsspektakel am besten am 21. Dezember ab etwa 17 Uhr und bis etwa 18:30 Uhr zu sehen. Jupiter und Saturn sind sich aber noch bis zum 30. Dezember sehr nah!

Schon in den vergangenen Tagen haben Himmelsgucker Bilder der beiden Planeten eingefangen.

Das Haus der Astronomie und die Sternwarte des Deutschen Museums in München erklären, was sich im Nachthimmel abspielt auf ihren Internetseiten.

Der Stern von Bethlehem

Einige meinen, die Begegnung der Planeten sei der Stern von Bethlehem, der Jesu Geburt angekündigt habe. In der Bibel heißt es: "Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen." Beschreibt das die Begegnung von Jupiter und Saturn?

Während die Planeten auf ihren jeweiligen Bahnen um die Sonne alle 20 Erdenjahre aneinander vorbeiziehen, standen sie seit 1623 nicht mehr so nah beieinander am Himmel. Und erst 2080 kommen sie sich wieder so nah wie jetzt.