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US-Diplomatin macht Druck auf Berlin, Moskau empört: Streit um Fertigstellung von Nord Stream 2

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Archiv: Nord Stream 2
Archiv: Nord Stream 2   -   Copyright  Stefan Sauer/AP
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Im Ringen um die Ostseepipeline Nord Stream 2 hat Russland den USA illegales und aggressives Verhalten vorgeworfen. Das Außenministerium in Moskau reagierte damit auf entspechende Forderungen der geschäftsführenden US-Botschafterin Robin Quinville in Berlin an die deutsche Regierung: Deutschland solle den Weiterbau des fast fertigen Milliardenprojekts verhindern.

Druck aus den USA

Die Diplomatin hatte dem "Handelsblatt" gesagt, ein Moratorium für den Bau der Pipeline würde ein deutliches Zeichen setzen. Damit würde Europa zeigen, dass es - Zitat - "das anhaltende bösartige Verhalten Russlands nicht länger hinnimmt".

Die Pipeline sei vor allem das politische Werkzeug des Kremls, um die Ukraine zu umgehen und Europa zu spalten. Die Bundesregierung unterstützt das Erdgas-Projekt.

Sanktionen

Die knapp 10 Milliarden Euro teure Pipeline ist zu 94 Prozent fertig. Wegen US-Sanktionen war der Bau von Nord Stream 2 vor einem Jahr gestoppt worden. Nach dem Abzug westlicher Spezialschiffe will Russland die Leitung selbst fertigbauen - nun drohen weitere Strafen aus Washington.

Die USA sind gegen das Projekt: Sie warnen Europa vor zu großer Abhängigkeit von russischem Gas. Kritiker werfen den USA dagegen vor, nur ihr Flüssiggas in Europa besser verkaufen zu wollen.