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Dänemark macht Weg frei für Nord Stream 2

Dänemark macht Weg frei für Nord Stream 2
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Der Weg für die umstrittene Gas-Pipeline Nord Stream 2 ist frei. Nach langem Zögern gab nun auch Kopenhagen grünes Licht für den Bau durch dänische Gewässer. Alle anderen betroffenen Länder haben bereits zugestimmt.

Abhängig von russischem Gas?

Die letzte bürokratische Hürde für die Fertigstellung ist also genommen. Auf die Frage, ob jetzt noch politische Hürden bleiben, sagte der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert: "Wir haben immer gesagt, dass es eine politische Dimension von Nord Stream 2 gibt. Und wir haben immer gesagt, der Gastransit durch die Ukraine muss eine Zukunft haben. Und deshalb unterstützen wir weiterhin die Europäische Kommission in den trilateralen Gesprächen mit Russland und der Ukraine zur Fortführung dieses Gastransits."

Nord Stream 2 soll 1.200 Kilometer lang werden und Erdgas von Russland durch die Ostsee nach Deutschland transportieren. Bislang fließt ein großer Teil des russischen Gases durch die Ukraine, die dafür Gebühren kassiert. Nicht nur Kiew, auch andere osteuropäischen Staaten, die EU-Kommission und die USA sehen das Projekt kritisch. Sie befürchten eine zu große Abhängigkeit Europas von Russland und dass die Bedeutung anderer Pipelines geschwächt wird.

Start nicht vor 2020

Der Bau ist in den meisten Ländern vollständig oder so gut wie abgeschlosse. Nach ursprünglicher Planung sollte Nord Stream 2 Ende 2019 an den Start gehen. Laut Projektgesellschaft wird sich der Termin aber auf das kommende Jahr verschieben.

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