Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Frankreich verhängt Millionen-Strafen gegen Google und Amazon

euronews_icons_loading
Google-Filiale in Paris.
Google-Filiale in Paris.   -   Copyright  Michel Euler/Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved
Schriftgrösse Aa Aa

100 Millionen für Google, 35 Millionen für Amazon

Die amerikanischen Internet-Giganten Google und Amazon sollen in Frankreich Bußen in Millionenhöhe zahlen. 100 Millionen sind es bei Google, 35 Millionen bei Amazon.

Die französische Datenschutzbehörde CNIL wirft den Unternehmen vor, dass ihre französischen Seiten Google.fr und Amazon.fr sogenannte Cookies auf den Computern der Nutzer ablegen, ohne dafür die Zustimmung einzuholen oder ausreichend über die Cookies zu informieren.

Mehrere dieser Cookies hätten Werbezwecke gehabt, so die Behörde, die die Persönlichkeitsrechte der User verletzt sieht.

Bei Cookies handelt es sich um kleine Programme, die auf einem Gerät gespeichert werden, wenn man eine Website besucht. Das vereinfacht das Surfen einerseits, andererseits können aber auch persönliche Daten an Werbetreibende übermittelt werden.

Drei Monate zur Kursänderung

Die Unternehmen müssen ihre Politik nun innerhalb von drei Monaten ändern. Ansonsten werden weitere Bußgelder in Höhe von 100.000 Euro pro Tag fällig.

Von Google hieß es, die Entscheidung der französischen Behörde übersehe Anstrengungen des Konzerns für eine sichere Infrastruktur oder strikte interne Datenkontrolle.

Die französischen Regeln und die regulatorische Orientierung in dem Bereich seien "unsicher" und entwickelten sich ständig weiter. Google sicherte zu, weiter mit der Datenschutzbehörde im Dialog zu bleiben.

Konkret richtet sich die Buße von 35 Millionen Euro gegen das Unternehmen Amazon Europe Core. Die Strafe für Google entfällt mit 60 Millionen Euro auf die Google LLC und mit 40 Millionen Euro auf die Google Ireland Ltd..

Erst im September hatte Google im Steuerstreit mit Paris fast eine Milliarde Euro an Frankreich gezahlt.