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"Vielleicht müssen wir schließen": Brexit-Unsicherheit macht britischen Unternehmern zu schaffen

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Unsicherheit auch für Markthändler.
Unsicherheit auch für Markthändler.   -   Copyright  Screenshot aus AP-Video.
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Mehr Fragen als Antworten

Während EU und Großbritannien weiter um einen Handelspakt ringen, wächst bei Unternehmen in Großbritannien die Unsicherheit. Noch arbeiten sie nach EU-Regeln, doch das ist am 1. Januar vorbei. Und vielfach stehen mehr Fragen im Raum als es Antworten gibt, insbesondere für den Fall eines No-Deal-Brexits.

Quentin Coulombel Du Badiez verkauft Käse in London. Er sagt: "Wenn auf manche Käsesorten dann 30 Prozent Steuern kommen, können sich die Menschen das dann noch leisten, speziell nach Covid? Man merkt, dass die Reichen weiterhin reich sind, während die Armen noch ärmer sind. Wir wissen nicht, wie der Handel aussehen wird. Wenn das Pfund sinkt, dann wirkt sich das auf unsere Einkäufe aus, weil wir in Euro einkaufen. Ja, es gibt das Risiko, dass wir schließen müssen."

"Es kann viel schiefgehen"

Selbst wenn auf die letzten Meter noch ein Handelsdeal zustandekommen sollte, dürfte es für Industrie und Landwirtschaft ungemütlich werden. Viele Bauern sagen, es sei schwierig, so kurzfristig vorauszuplanen.

Landwirt David Exwood meint: "Wir wissen Bescheid über den Papierkram, die Zusatzkosten und die Verzögerungen an den Häfen. Aber das, worüber wir nicht Bescheid wissen, wird vermutlich den größten Schaden anrichten. So könnte zum Beispiel ein Mangel an Lkw-Fahrern die Wirtschaft lähmen. Es kann so viel schiefgehen, aber wir wissen es nicht."

Eine der großen Unbekannten für die britischen Bauern ist der Wegfall der EU-Hilfen. Großbritannien wird sie mit eigenen Subventionen ersetzen. Aber ob diese den Landwirten mehr oder weniger Nutzen bringen als das bisherige System, ist alles andere als klar.