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Lockdown und Christmas Bubbles: Corona-Lage in Europa am 16. Dezember

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Von Euronews mit AFP, AP
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Berlin am Tag vor dem Lockdown
Berlin am Tag vor dem Lockdown   -   Copyright  JOHN MACDOUGALL/AFP
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In Deutschland war vor dem harten Lockdown in den meisten Innenstädten viel los. Ein letztes Mal richtig shoppen, bevor die Geschäfte bis auf Supermärkte und Läden für den "täglichen Bedarf" geschlossen wurden.

Friseursalons erlebten einen Ansturm von Kundinnen und Kunden, weil auch sie jetzt dicht sind.

In Baden-Württemberg und Thüringen dürfen bestellte nicht essentielle Waren auch kaum selbst abgeholt werden.

Einige Einkäuferinnen und Einkäufer hätten sich die Einschränkungen früher gewünscht. Vor allem SpielzeughändlerInnen und andere LadenbesitzerInnen, die jetzt schließen mussten, leiden unter dem weitgehenden Verlust des weiteren Weihnachtsgeschäfts.

In der Schweiz fordert die Corona-Taskforce ebenfalls einen harten Lockdown. Dazu durchringen konnten sich die PolitikerInnen bisher aber nicht. Warnungen kommen in der Schweiz wie in Deutschland aus den Krankenhäusern, dort fehlt es vor allem an Fachpflegepersonal.

An diesem Dienstag hatte das Robert Koch-Institut die täglichen Zahlen zum Coronavirus zunächst ohne die Angaben vom schlimm betroffenen Sachsen angegeben. Mit den Zahlen aus Sachsen gab es 611 Todesfälle innerhalb von 24 Stunden.

846 Tote in Italien innerhalb von 24 Stunden

In Italien gibt es weiterhin noch mehr Covid-19-Tote als in Deutschland: in den vergangenen 24 Stunden sind 846 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Die Regierung in Rom meint, die Zahl der Todesfälle sei zu hoch, um die geplanten Bewegungseinschränkungen an Weihnachten zu lockern. Die Italienerinnen und Italiener sollen sich an den Feiertagen nur an ihrem Wohnort aufhalten dürfen.

Restaurants in Tschechien wieder dicht

In Tschechien, wo Restaurants und Hotels erst seit zwei Wochen wieder geöffnet waren, sind sie jetzt erneut geschlossen. Auch Fitnesscenter und Schwimmbäder müssen dicht machen.

Die Schulferien beginnen am 18. statt am 22. Dezember.

Die tschechische Regierung hat eine eigene Gefahrenskala eingeführt von 0 bis 100. An diesem Dienstag steht das Land auf dieser Skala bei 66, nach 71 vom Vortag.

Schulen in den Niederlanden für 5 Wochen geschlossen

Nach den Geschäften machen in den Niederlanden auch die Schulen für mindestens fünf Wochen dicht. An Weihnachten dürfen vom 24. bis zum 26. Dezember statt der jetzt erlaubten zwei - drei Gäste nach Hause eingeladen werden.

Streit um "Christmas bubbles" in Großbritannien

In Großbritannien kritisieren Experten die sogenannten Christmas-Bubbles, damit gemeint sind die weniger harten Kontaktbeschränkungen über Weihnachten. Es heißt, diese könnten Leben kosten. Auch Reisen innerhalb des Landes sollten an den Feiertagen erlaubt werden.

Damit Weihnachten nicht zum Superspreader-Event wird wie Thanksgiving in den USA

Die französische Regierung empfiehlt den Menschen, sich eine Woche in häusliche Isolation zu begeben, bevor sie ihre Familien zu Weihnachten treffen.

Der Wissenschaftsrat warnt jedoch auch vor falscher Sicherheit durch negative Ergebnisse von Schnelltests.

In Frankreich soll auf jeden Fall verhindert werden, dass Weihnachten ein Superspreader-Event wird wie Thanksgiving in den USA.

Zu Thanksgiving im November hatte es wie alle Jahre eine enorme Reisewelle - vor allem für Familienbesuche - gegeben. In den USA und in Kanada stieg dann erst die Zahl der Neuinfektionen und dann die der Covid-PatientInnen und der Todesfälle.