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Jay Flynn: Sein Quiz wurde zum Pandemie-Nothelfer

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Jay Flynn
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Jay Flynn war Autoverkäufer, er war Kneipier und vor einigen Jahren eine Zeit lang obdachlos. Die Coronavirus-Pandemie hat aus ihm einen Internetstar gemacht. Flynn rief ein Quiz ins Leben, als Vorbild diente die Rätseltradition in britischen Kneipen, den Pubs.

„Einen Tag nachdem der Premierminister gesagt hatte, dass die Kneipen schließen müssen, dachte ich mir: Mein Donnerstagabend in der Kneipe geht mir gerade flöten. Ich wollte stattdessen etwas im Internet machen und habe mich umgehört, ob jemand mitmachen würde. 700 Leute waren interessiert, und es wurden immer mehr. Bei der ersten Veranstaltung waren dann mehr als 200 000 Menschen dabei“, sagt er.

Flynn traf ins Schwarze. Denn es habe ja niemand nach draußen gedurft, so eine Teilnehmerin.

„Ich hatte Urlaub. Das ist eigentlich toll, aber nicht, wenn man nicht rausgehen und sich mit niemandem treffen kann“, sagt eine andere. Und eine weitere Teilnehmerin erzählt: „Ich gehöre zur Hochrisikogruppe. Meine Kinder und mein Lebensgefährte durften nirgendwo hingehen."

Es soll weitergehen: Wenn möglich vor Ort

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Flynn denkt schon weiter. Er will den darbenden Kneipenbesitzern helfen. „Ende der 2000er Jahre war ich obdachlos, mir ging es dreckig, ich habe niemandem vertraut. Ich musste erst wieder aufgepäppelt werden. Ich wusste, dass ich in der Lage bin, eines Tages etwas zu tun, was den Menschen hilft“, sagt Flynn. „Das ist ein tolles Gefühl. Ich werde weitermachen und möchte den Kneipenbesitzern helfen, denen es seit Monaten schlecht geht. Zusammen können wir eine Tour auf die Beine stellen und das Quiz vor Ort machen und so einigen Kneipen helfen“, betont er.

Ein Orden für Flynn

Jay Flynn sei ein Held, sagen einige, doch er selbst will davon nichts wissen. Flynn: „Ich mache etwas, was mir sehr gefällt. Angestellte von Supermärkten oder Lieferdiensten - das sind Helden."

Doch mittlerweile ist sogar die königliche britische Familie auf Jay Flynn aufmerksam geworden. Sobald es die Pandemielage zulässt, soll er mit einem Orden ausgezeichnet werden.