Freundin zerstückelt: „Napoleon“ Sokolow verurteilt

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Der Geschichtsprofessor hatte gestanden, seine Lebensgefährtin nach einem Streit umgebracht zu haben.

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Ein Gericht im russischen St. Petersburg hat den Geschichtsprofessor Oleg Sokolow wegen Mordes und unerlaubtem Waffenbesitz zu einer Haftstrafe von zwölfeinhalb Jahren verurteilt. Damit blieb das Urteil unter der Forderung der Staatsanwaltschaft von 15 Jahren Haft. Sokolow hatte gestanden, seine rund 20 Jahre jüngere Lebensgefährtin nach einem Streit getötet und anschließend die Leiche zerstückelt zu haben.

Er wurde im November 2019 in betrunkenem Zustand aus dem Fluss Moika gerettet. Im Rucksack, den Sokolow bei sich hatte, fand die Polizei einen Arm sowie eine Schusswaffe. Weitere Leichenteile lagerten in seiner Wohnung.

Sokolow ist insbesondere für seine Forschungsarbeiten über den französischen Kaiser Napoleon bekannt. Mehrmals schlüpfte der 64-Jährige, der von Weggefährten als exzentrisch beschrieben wird, bei Geschichtsrollenspielen in das Napoleon-Kostüm und stellte den Kaiser dar. Sokolow ist seit 2003 Träger eines Ordens der französischen Ehrenlegion.

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