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Schluss mit dem Plastikmüll-Tourismus aus der EU

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Von Frank Weinert
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Schluss mit dem Plastikmüll-Tourismus aus der EU
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Ab dem ersten Januar werden alle nicht recycelbaren Plastikabfälle nicht mehr in Entwicklungsländer verschifft. Nach den neuen Regeln der Europäischen Union darf nur noch "sauberer Plastikmüll" - also Dinge, die recycelt werden können - in Länder außerhalb der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) exportiert werden.

Virginijus Sinkevičius, EU-Kommissar für Umwelt, Meere und Fischerei sagte: "Diese neuen Vorschriften sind eine klare Botschaft, dass wir in der EU Verantwortung für den von uns erzeugten Abfall übernehmen. Die Ausfuhr von Kunststoffabfällen wird nur unter sehr strengen Bedingungen erlaubt sein. Die Ausfuhr von unsortierten Kunststoffabfällen in Nicht-OECD-Länder wird vollständig verboten sein. Dies ist ein Meilenstein im Kampf gegen die Plastikverschmutzung, für den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft und für die Erreichung der Ziele des europäischen 'Green Deal'."

Die Europäer produzieren jedes Jahr 25 Millionen Tonnen Plastikmüll. Weniger als ein Drittel davon wird recycelt. Fünfundachtzig Prozent des Mülls, der weltweit an Stränden gefunden wird, ist Plastik. Den EU-Ländern bleibt kaum eine andere Wahl, als ihre Sortierung und ihr Recycling zu verbessern.