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Deutschland verschärft Lockdown

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Hinweisschild Berlin
Hinweisschild Berlin   -   Copyright  John MACDOUGALL / AFP
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In Deutschland ist der Corona-Lockdown verlängert, die Kontaktbeschränkungen verschärft und der Bewegungsradius in Hotspots eingeschränkt worden. Die eigentlich bis zum 10. Januar geltenden Lockdown-Regeln sollen nun bis zum 31. Januar gehen. Das betrifft zum Beispiel die Schließung der meisten Geschäfte, Restaurants, Theater, Museen und Freizeiteinrichtungen. Die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten wollen am 25. Januar beraten, wie es im Februar weitergeht.

Der deutsche Vize-Kanzler Olaf Scholz warnte, man könne nichts vorhersagen: “Man darf nicht den Eindruck erwecken, als ob mit der einen Maßnahme in drei Wochen alle Probleme gelöst sind, sondern man muss klar und transparent sagen, diese Maßnahmen sollen helfen, aber wie es genau wirken wird, das können wir nicht genau sagen. Ich erinnere nur an die neue Mutation, die uns jetzt alle bedroht. Solche Dinge sind welche, die niemand vorhersagen kann."

Zuletzt durften sich bis zu fünf Personen aus maximal zwei Haushalten treffen, nun gibt es strengere Maßnahmen. Künftig sind private Zusammenkünfte nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. So dürfen etwa pflegebedürftige Eltern nur von einem nicht zum Hausstand gehörenden Angehörigen besucht werden. Das entspricht einer Rückkehr zu den Kontaktbeschränkungen aus dem Frühjahr des vergangenen Jahres.

Wo die Corona-Infektionszahlen besonders hoch sind, soll der Radius, in dem sich Menschen um ihren Wohnort bewegen dürfen, auf 15 Kilometer eingeschränkt werden. Das gilt für Landkreise mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Ausnahmen gibt es nur, wenn ein triftiger Grund vorliegt. "Tagestouristische Ausflüge stellen explizit keinen triftigen Grund dar", heißt es in dem Beschluss von Bund und Ländern. Mit dem Wohnort ist Kanzlerin Merkel zufolge nicht die private Adresse gemeint, sondern die Stadt, in der man wohnt. Kitas und Schulen bleiben geschlossen.

Großbritannien

Im Kampf gegen eskalierende Corona-Fallzahlen will die britische Regierung das Tempo beim Impfen erhöhen. Bislang seien etwa 2,4 Millionen Impfdosen verabreicht worden, sagte Premierminister Boris Johnson. Außerdem erklärte der Regierungschef: "Wir kontrollieren ständig unsere Regeln. Wenn es sein muss, ziehen wir die Schrauben an. Aber es gelten Regeln, die, wenn sie befolgt werden, einen großen Unterschied machen können."

Frankreich

In Frankreich gilt in 21 Departements nun schon eine Ausgangssperre ab 18 Uhr. Etwa 40 Menschen haben sich mit der britischen, hoch-ansteckenden Coronavirus-Variante infiziert. In den großen Städten wie Paris, Lyon und Marseille ist die Corona-Lage nach wie vor besorgniserregend.

Italien

In Italien sind die meisten Regionen jetzt gelb. 5 Regionen sind noch orange. Rot ist die strengste Stufe. Bars und Restaurants bleiben geschlossen. Beinahe alle Regionen in Italien verschoben die Wiederöffnung der Schulen wegen der verschärften Pandemie-Lage. Eine Ausnahme ist die Toskana. Dort will die Regierung mit mehr Ordnungskräften die Einhaltung der Abstände im Öffentlichen Nahverkehr garantieren. Ursprünglich war der Plan, ab dem 11. Januar die Hälfte der Schüler der Scuola Superiore wieder in die Klassenzimmer zu lassen.