Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Schwierige Operation: schwimmende Mülldeponie in Bulgarien beseitigt

euronews_icons_loading
Schwierige Operation: schwimmende Mülldeponie in Bulgarien beseitigt
Copyright  Svoge rubbish cleaning
Schriftgrösse Aa Aa

Die schwimmende Mülldeponie in Bulgarien ist endlich aufgeräumt. Fast 600 Tonnen Schutt und Müll hatten sich auf dem Fluss Iskar in der Nähe von Svoge gesammelt. Starke Regenfälle hatten sie aus der Hauptstadt Sofia und anderen Städten zu dem 40 km entfernten Damm eines Wasserkraftwerks gespült - und ihn verstopft.

Der Staudamm vor Ort ist das erste Hindernis im Lauf des Iskar-Flusses, bevor er die Donau im Norden erreicht.

Die Säuberung war eine schwierige Operation erklärt Euronews-Reporter Damian Vodenitcharov. Die Arbeiten haben mehr als eine Woche gedauert. Es war immer schwieriger geworden, den Müll einzusammeln, der Reinigungstrupp mussten erfinderisch werden.

Etwa 40 Zentimeter tief lag der Müllteppich auf dem Fluss. Für das Einsammeln von Plastikflaschen, Kühlschränken und Baumstämmen war schweres Gerät aber auch Handarbeit nötig. Große Teile konnten mit Maschinen herausgeholt werden, lose Abfälle wurden teilweise mit lagen Haken aus dem Wasser gefischt.

Reinigungskräfte als Improvisationskünstler

Schließlich kam ein Kran zum Einsatz, wobei ein alter Plakatrahmen als riesiger Rechen diente. Auch Boote wurden eingesetzt, um den Müll zu zerkleinern und zu transportieren.

Das kalte Wetter erschwerte die Aufräumarbeiten zusätzlich berichtet Vassil Shumanov vom Wasserkraftwerk Svoge: "Ein Teil des Mülls begann zu gefrieren. Alles klumpte zusammen und bildete große Blöcke. Das Reinigungsteam muss diese Blöcke dann aufbrechen und manuell einholen. Die Maschine kann dann alles aufnehmen und auf einen Lkw laden."

Insgesamt 560 Tonnen Müll wurden zur nächstgelegenen Mülldeponie transportiert, 200 Kubikmeter aufgeweichter Holzschutt abgeholt und gelagert.

Nach Angaben der Behörden ist die Verschmutzung des Flusses nur schwer zu verhindern. So wird es wohl noch weitere Flutwellen von Müll geben.