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Plötzlich Fabrikbesitzer: Berliner Brüder stellen Masken her

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Verpackung von Masken
Verpackung von Masken   -   Copyright  Euronews
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Es gibt sie, die Menschen, die die Coronavirus-Pandemie als wirtschaftliche Möglichkeit auffassen und die Chance beim Schopfe gepackt haben. In Berlin-Reinickendorf haben sich drei Brüder auf die Herstellung von Gesichtsmasken verlegt. Dafür haben sie im Frühjahr 2020 eine GmbH gegründet und eine alte Fabrikhalle hergerichtet. Erfahrung mit der Fertigung von Gesundheitsartikeln hatte zuvor keiner von ihnen.

Matay Erdinc ist gelernter Goldschmied und jetzt Maskenhersteller: „Und dann habe ich gesagt: Wir müssen versuchen, selber Masken zu produzieren. Das muss möglich sein, am besten in Deutschland, made in Germany. Und heute stehen wir in unserer eigenen Produktion“, so Erdinc.

Wöchentlich 600 000 Masken

40 Menschen beschäftigt das Unternehmen mittlerweile in Festanstellung. Die Belegschaft arbeitet in zwei Acht-Stunden-Schichten und stellt wöchentlich 600 000 Masken her.

Rund 2,5 Millionen Euro mussten in den Aufbau des Betriebs gesteckt werden.

Genug Masken für die ganze Bundesrepublik fertige man nicht, „aber wir tragen unseren Teil dazu bei. Wir haben natürlich auch den Anspruch zu sagen: Wir wollen viel produzieren, vielen Menschen diese Maske ermöglichen, um sie zu schützen, damit wir etwas gegen Corona beitragen“, sagt Erdinc.

Die Herstellung soll noch erhöht werden. Bis April, so hofft der Unternehmer, sollen die Fertigungsstraße in Reinickendorf rund um die Uhr genutzt werden. Das Ziel sind 250 000 Masken täglich.

„Ich sage immer: Alles ist möglich, man muss es nur wollen. Und wie gesagt: Ich wusste einfach: Der Bedarf wird da sein, und wir sind superglücklich, dass wir hier stehen“, so Erdinc.

Wer in Deutschland ein öffentliches Verkehrsmittel nutzt, muss eine medizinische Maske oder einen FFP2-Schutz tragen: Das Geschäft brummt.

euronews-Reporter Jona Källgren kommentiert: „Nicht viele Leute hätten vor eineinhalb Jahren gedacht, dass die Produktion von Gesichtsmasken eine heiße Geschäftsidee wäre. Aber die Pandemie hat vieles verändert, auch die Welt der Start-Ups."