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Mit Mangos an Bord gelockt: Rettung auf dem Giraffen-Floß

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Giraffe auf dem Floß
Giraffe auf dem Floß   -   Copyright  AFP
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Wie bringt man eine Giraffe trockenen Fußes an Land? Ganz einfach: mit einem Giraffenfloß. Die Geschichte, die hinter dieser Rettungsaktion steckt, ist nicht so lustig.

Weil ihre Insel auf dem Baringo-See im Westen Kenias wegen des steigenden Wasserspiegels zu versinken droht, muss eine ganze Giraffenherde evakuiert werden. Jede einzeln mit dem Floß. Drei Tiere haben es bereits übers Wasser geschafft. Sechs weitere stecken noch auf der Insel fest.

Der Wasserspiegel war jüngst geschätzte 15 Zentimeter pro Tag angestiegen und die Insel immer kleiner geworden.

Erst 2011 wurden die seltenen Rothschild-Giraffen dorthin gebracht, um die Population wieder aufzubauen.

Vor der Überfahrt müssen die Tiere mit Mangos, ihrer Lieblingsnahrung, an die die Floßkiste gewöhnt werden. Das sei ein langwieriger Prozess, sagt Aloise Naitera, von der Tierschutzorganisation Northern Rangelands Trust (NRT)

"Mann muss von Fall zu Fall und von Tag zu Tag entscheiden. Sobald wir die noch verbleibenden Giraffen trainiert haben, sind sie für den Transport bereit. Ziel ist es, alle Tiere bis spätestens Mai umgesiedelt zu haben."

Ein rund 17 Quadratkilometer großen Reservat ist die neue Heimat der Rothschild-Giraffen. Der Weltnaturschutzunion (IUCN) zufolge gibt es geschätzt 2100 Rothschild-Giraffen, rund 765 leben in Kenia.

Derzeit diskutieren Wissenschaftler über den Grund für den Anstieg des Wasserspiegels im Baringo-See sowie in anderen Seen in Kenia. Zum einen könnte es an geologischen Veränderungen tief im Erdboden liegen. Außerdem könnte es sein, dass die zunehmende Abholzung stromaufwärts zu mehr Sediment in den Seen führt.