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Notfallzulassung für Impfstoff von Johnson & Johnson in den USA

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Notfallzulassung für Impfstoff von Johnson & Johnson in den USA
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In den USA ist ein dritter Corona-Impfstoff vorläufig zugelassen worden. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat eine Notfallzulassung für das Präparat des US-Konzerns Johnson & Johnson erteilt. Der Vorteil: Es entfaltet seine Wirkung bereits nach einer Dosis und muss im Gegensatz zu den anderen bisher weltweit eingesetzten Impfstoffe nicht zweimal gespritzt werden.

Dr. Francis Collins, Direktor des National Institutes of Health: "Wir hatten zwei Impfstoffe mit Notfallzulassung und jetzt haben wir drei. Der dritte ist eine Einzeldosis von Johnson und Johnson, was das Organisieren der Impfungen einfacher macht. Aber ich denke, das Wichtigste ist, egal welchen Impfstoff Sie angeboten bekommen, nehmen Sie ihn. Sie sind alle wirklich gut. Das Wichtigste, was wir im Moment tun können, ist, so viele Impfungen in so viele Arme wie möglich zu bekommen."

US-Präsident Joe Biden sprach von einer "begeisternden Nachrichten für alle Amerikanerer" und einer mutigenden Entwicklung im Bemühen, die Krise zu beenden.

Für eine Notfallzulassung der US-Arzneimittelbehörde gelten vergleichsweise niedrige Hürden. Daten zur Dauer des Impfschutzes würde noch nicht vorliegen, so die FDA, auch gebe es keine Erkenntnisse dazu, ob Geimpfte das Virus übertragen können.

Für eine Notfallzulassung genügt es, zu beweisen, dass ein Medikament oder Impfstoff nachweisbar mehr hilft als schadet. Eine reguläre Zulassung ist ein wesentlich langwierigerer Prozess.

Die vorliegenden Daten zum Johnson & Johnson-Impfstoff zeigten, «dass die bekannten und potenziellen Vorteile des Vakzins seine bekannten und potenziellen Risiken überwiegen», hieß es in der FDA-Mitteilung. Basis dafür seien Tests mit Zehntausenden Probanden in mehreren Ländern. Die Notfallzulassung gilt für den Einsatz des Wirkstoffs bei Menschen ab 18 Jahren.

Bislang waren in den USA nur zwei Corona-Impfstoffe zugelassen: Das Vakzin des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer sowie das Konkurrenzprodukt des US-Pharma-Unternehmens Moderna. In der EU sind die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca auf dem Markt. Von Johnson & Johnson hat die EU-Kommission Impfdosen für 200 Millionen Menschen bestellt. Zudem hat sie eine Option auf ausreichende Mengen für noch einmal 200 Millionen Personen.